Straßennetz

Asfinag steckt 196 Millionen in Traisental Schnellstraße S34

Der positive Bescheid ist da – doch mit Einsprüchen sei zu rechnen. Wie geht es weiter mit der Schnellstraße?

Asfinag Schnellstraße Österreich Infrastruktur

Das Verkehrsministerium hat einen positiven Bescheid für die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) der Traisental Schnellstraße (S34) ausgestellt. Als nächsten Schritt reicht die Asfinag im Herbst ein Naturschutz- und Landesstraßenverfahren ein, wurde am Mittwoch per Aussendung mitgeteilt. Mit Einsprüchen sei zu rechnen, hieß es auf Nachfrage. Die Asfinag investiert 196 Millionen Euro in den Bau.

Für Alexander Walcher, Geschäftsführer der Asfinag Bau Management GmbH, ist der positive Bescheid ein "wesentlicher Meilenstein in diesem niederösterreichischen Planungsprojekt". "Die Traisental Schnellstraße sorgt für weniger Verkehr auf der Mariazeller Straße. Das bedeutet für die Anrainerinnen und Anrainer weniger Lärm, Luftschadstoffe und damit spürbar mehr Lebensqualität."

Ohne Einsprüche beim Bundesverwaltungsgericht wäre der Baubeginn des seit Jahrzehnten diskutierten Projekts für 2021 geplant. Errichtet wird die neun Kilometer lange Schnellstraße in zwei Abschnitten: Die erste Phase erstreckt sich von der Wiener Straße (B1) bis zur Spange Wörth, deren Bau vom Land Niederösterreich übernommen wird. Der zweite Abschnitt reicht von der Auf- und Abfahrt bei Hart bis zur B20 bei Wilhelmsburg Nord.

Die Asfinag nannte zwei zentrale Ziele: Weniger Verkehr und damit mehr Lebensqualität entlang der Mariazeller Straße (B20) und kürzere Wege durch die verbesserte Anbindung an die Westautobahn (A1). Durch die bauliche Trennung der Richtungsfahrbahnen der S34 mittels einer Betonleitwand "wird außerdem das Risiko eines Frontalzusammenstoßes praktisch ausgeschlossen", wurde in der Aussendung mitgeteilt. (apa/red)

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