Nachhaltigkeit

Erster Wasserstoff-Lkw bei Gebrüder Weiss

Gebrüder Weiss hat seinen ersten Wasserstoff-Lkw in die Flotte aufgenommen. Warum und was dieser kann, lesen Sie hier.

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Der Wasserstoff-Lkw ist für den Transport von rund 25 Tonnen Ware ausgelegt. Die Reichweite beträgt etwa 600 Kilometer.

Die Fahrzeugflotte von Gebrüder Weiss freut sich über Zuwachs. Das neue Familienmitglied ist ein Wasserstoff-Lkw. Das an die Niederlassung Altenrhein in der Schweiz gelieferte Modell Hyundai Xcient Fuel Cell wird mit sogenanntem „Grünen Wasserstoff“ anstatt mit Diesel betankt. So können mit diesem Nutzfahrzeug pro Jahr rund 80 Tonnen an CO2-Emissionen eingespart werden. „Die Corona-Pandemie hat die Herausforderung Klimawandel ein wenig aus den Top-Schlagzeilen verdrängt. In der Logistikbranche wird gemeinsam mit den Herstellern weiter intensiv an alternativen Antriebsformen gearbeitet“, erklärt Wolfram Senger-Weiss, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei Gebrüder Weiss.

25 Tonnen mit 36-Tonner

Der Hyundai Xcient Fuel Cell ist ein 36-Tonner, der für den Transport von rund 25 Tonnen Ware ausgelegt ist. Die Reichweite des Lkw beträgt rund 600 Kilometer. Angetrieben wird er von einem 350 Kilowatt-Elektromotor, der über eine chemische Reaktion von Wasser- und Sauerstoff mit Strom versorgt wird. Aus dem Auspuffrohr kommen keine Schadstoffe, sondern Wasserdampf. Bei Gebrüder Weiss wird der Wasserstoff-Lkw vor allem für einen Kunden aus dem Bereich erneuerbare Energien unterwegs sein.

Nach dem ersten Lkw kommt …?

Nach Angaben des Herstellers sollen bis Ende 2021 etwa 2.000 solcher Wasserstoff-Lkw produziert und ausgeliefert werden. Gebrüder Weiss plant bei der entsprechenden Infrastruktur in Zukunft auch in Österreich und Süddeutschland den Einsatz dieser Lkw-Art.

White Paper zum Thema

Für das Unternehmen ist der Einsatz des Wasserstoff-Lkw ein weiterer Schritt in Richtung Erprobung umweltfreundlicher Antriebstechnologien im logistischen Alltag. Der Logistiker hat bereits mehrere Gas-Lkw in Österreich, Deutschland und Serbien sowie vollelektrisch angetriebene Motorwagen im Großraum Wien und Graz im Einsatz.