Bahn

cargo-partner schickt Lenzing-Ganzzug nach China

Wenn der Landeshauptmann, der Bürgermeister und der Chef des größten kommunalen Dienstleisters zusehen, wie ein Zug einen Hafen verlässt, geht es um mehr als um den Ganzzug selbst.

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Der Zug, der den Hafen Linz am 8. Oktober mit 46 40-Fuß-Containern voll Lenzing-Fasern in Richtung Xi’an, China verließ, wurde auch als Symbol gefeiert.

Stefan Krauter, dessen cargo-partner den Transport gemeinsam mit Metrans durchführt, findet es „besonders erfreulich, dass diesmal ein Zug von Europa nach China fährt“. Und auch der Linzer Bürgermeister Klaus Luger stellt fest: „Züge zwischen Österreich und China fahren in zwei Richtungen. Und zwar voll beladen.“

Ganzzug, cargo-partner, Lenzing © WEKA

Einer geht noch.

Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer freut sich besonders darüber, dass die 46 Waggons, die nach 16 Tagen ihr Ziel erreichen werden, auch ein Zeichen der Nachhaltigkeit seien. Die Lyocell- und Modalfasern von Lenzing werden nicht nur umweltfreundlich hergestellt, sondern nun auch umweltfreundlich transportiert. Und das Begriffspaar „Made in Upper Austria“ und „Nachhaltigkeit“ soll laut Stelzer in Hinkunft fest etabliert werden.

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Alternative zur Seefracht

Der Transport wäre übrigens laut Lenzing-Manager Marco Schlimpert „noch vor einem Jahr in dieser Form nicht möglich gewesen – niemand von uns hätte an diese Alternative zur Seefracht gedacht.“

Sein Plädoyer, nicht nur „den Menschen“, sondern auch „den Planeten“ künftig in den Mittelpunkt ökonomischen Handelns zu stellen, klang übrigens erfreulich authentisch.

cargo-partner, Lenzing, Ganzzug © Erwin Berghammer

Gruppenfoto mit vorbildlichem Social Distancing (v. li.): Robert Groiss (Metrans), Stefan Krauter (cargo-partner), Erich Haider (Linz AG), Thomas Stelzer (Landeshauptmann OÖ), Klaus Luger (Bürgermeister Linz), Marco Schlimpert (Lenzing), Roland Hawranek (DBO Bahnoperator).

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