Bahn

CargoServ setzt TransANT ein

Die vor kurzem vorgestellte Leichtbau-Technologie von Voestalpine und Rail Cargo Group ist ab 2019 in einem Erzzug im Einsatz.

Es ist eine Premiere: Die Leichtbau-Waggons „TransANT“, die die Voestalpine und die Rail Cargo Group vor wenigen Wochen präsentiert haben, bekommen ihren ersten Einsatz. Die ersten Waggons dieser Baureihe werden ab Herbst 2019 beim CargoServ-Erzzug für den Transport von heimischem Erz zur Voestalpine nach Linz eingesetzt.

Mit dem Projekt TransANT ist es gelungen, die Voestalpine-Kompetenzen in Sachen höchstfester Leichtbaukomponenten vom Automobil- in den Bahnbereich zu übersetzen. Dafür kam das kombinierte Know-how der Divisionen Steel, Metal Forming und Metal Engineering zum Einsatz. Die Voestalpine liefert dabei ein Komplettsystem aus Stahlkomponenten höchster Festigkeit und entsprechender Schweißtechnologie („alform welding systems“), das wesentlich zur Gewichtsreduktion und Einsatzflexibilität des Wagens beiträgt. LogServ, die Logistik-Tochter der Voestalpine Steel Divison, brachte ihre Bahnkompetenz bei der Definition von Einsatzmöglichkeiten und den daraus resultierenden Einsparpotenzialen in das Projekt ein.

TransANT Präsentation 2018 © Fotostudio Eder Linz

Die standardisierte TransANT-Plattform ist in sieben verschiedenen Längen verfügbar. Der modulare Aufbau ist wechselbar und in diversen branchenspezifischen Ausführungen verfügbar – das erhöht die Flexibilität beim Einsatz und ist vorteilhaft für die Instandhaltung. Durch die Leichtbauweise reduziert sich das Gewicht um rund 20 Prozent. Das ermöglicht mehr Zuladung durch höhere Nutzlast. Positiver Nebeneffekt sind geringere Traktionskosten bei Energie und Infrastrukturbenützungsentgelt und reduzierte Herstellungskosten.