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Das wird der LOZ 2018

Es wird der härteste Logistik-Award des Landes: Im November starten dispo und Fraunhofer Austria erstmals den LOZ – den Wettbewerb um das beste Logistikzentrum Österreichs.

Intralogistik LOZ Events Martin Riester Fraunhofer Austria

In wenigen Tagen werden sie ausschwärmen. Die Teams von Fraunhofer Austria besuchen die Kandidaten und unterziehen sie einer Evaluierung. Und die wird es in sich haben: Einen ganzen Tag lang werden die Experten jeden Stein im Lager umdrehen, Interviews führen, sich die Abläufe und die Philosophie hinter der Logistik erklären lassen. Die Checkliste, die sie mit sich führen, ist umfangreich und deckt zahlreiche Aspekte ab, die in einem Lager realisiert sein können.

Die Evaluierungen der Kandidaten sind der erste Schritt zum LOZ 2018, dem Wettbewerb um das beste Logistikzentrum Österreichs, den dispo gemeinsam mit Fraunhofer Austria in diesem Jahr erstmals durchführt. Die Idee dahinter: Der Preis wird nicht nach Gefallen vergeben, sondern anhand harter und objektiver Kriterien.

Kein Wert ohne Kontext

„Zuallererst lassen wir uns das Business der Kandidaten erklären“, sagt Martin Riester, der die Evaluierungen leitet. Anders, betont der Gruppenleiter Logistiksysteme und Transport bei Fraunhofer Austria, sei es nicht möglich, die logistischen Prinzipien auch in den richtigen Kontext zu setzen.

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Denn ohne diesen Kontext, betont Riester, könne man die Qualität von Logistik nicht bemessen. „In der Logistik gibt es nur wenige allgemeingültige Ausprägungen – Logistik hat aber gewisse Merkmale, denen sie folgt. Merkmale bei den Prozessen, den Layouts, der Steuerung und Planung. Diese Merkmale können immer nur im Hinblick auf die Kundenanforderungen und auf die Branchen bewertet werden, generalisieren kann man hier nur wenig.“ Gäbe es objektive „Regeln“, sagt Riester, könnte sie ja schließlich auch jeder befolgen, könnte man Logistikprozesse einfach kopieren – „und dann wäre die Logistik nicht ein solche entscheidender Wettbewerbsvorteil.“

Martin, Riester, Fraunhofer, Austria © Fraunhofer Austria

"Die Merkmale der Logistik können immer nur im Hinblick auf die Kundenanforderungen und auf die Branchen bewertet werden, generalisieren kann man hier nur wenig.“

Martin Riester, Fraunhofer Austria

Logistik sichtbar machen

Der LOZ 2018 zielt expressis verbis nicht auf die Produktion, sondern auf die Logistik selbst und ist damit eine Plattform für Unternehmen aus allen Bereichen – auch aus dem Handel. Gerade dort, meint Martin Riester, sieht sich die Logistik in den vergangenen Jahren besonderen Herausforderungen gegenüber: „Ich sehe immer wieder Unternehmen, die Onlineshops eröffnet haben und dann unter einem Dach B2B- und B2C-Geschäft abwickeln müssen. Das ist eine unglaubliche Herausforderung an die operativen Prozesse, weil sie unterschiedlichen Prinzipien folgen. Das gab es vor einigen Jahren eigentlich noch gar nicht, hier hat vor allem der E-Commerce wirklich viel verändert.“

Diesem Gedanken folgend, geht es beim LOZ 2018 auch nicht um Einzelprojekte, sondern um die Daily Operations, um die Frage, wie gut sich die Logistik eines Unternehmens in Bezug auf den Markt und die Kunden langfristig schlägt. Und natürlich geht es auch um das Image der Branche. „Der Wettbewerb“, sagt Riester, „soll einerseits die Komplexität und die Intelligenz der Logistik nach außen sichtbar machen. Aber gleichzeitig wollen wir der Logistik damit auch innerhalb der Unternehmen den entsprechenden Stellenwert geben.“

Das wird der LOZ 2018

Das große Finale: Die LOZ-Konferenz am 28. November in Wien.

Braucht die Welt wirklich noch einen Logistik-Award? Wenn er etwas völlig Neues bringt: Ja! Gemeinsam mit Fraunhofer Austria vergibt dispo im November erstmals den LOZ. Die Idee dahinter: Der Preis wird nicht nach Gefallen vergeben, sondern anhand harter und objektiver Kriterien.

Jene Unternehmen, die sich Anhand der Fragebögen für die nächste Runde qualifiziert haben, werden ab Oktober vom Expertenteam von Fraunhofer vor Ort evaluiert. Die Finalisten werden im Rahmen der LOZ 2018-Konferenz am 28. November 2018 die Highlights ihres Standorts und Best-Practice-Beispiele vor einer Fachjury und dem Publikum präsentieren. Die letzte Entscheidung hat schließlich die Fachjury, die den Sieger des LOZ 2018 küren wird.

LOZ-Konferenz 2018
28. November 2018
METAstadt Wien

LOZ 2018: Das bringt er den Teilnehmern

Ein Expertenteam von Fraunhofer Austria besucht die Unternehmen einen Tag lang, um individuelles Feedback zu geben, potenzielle Handlungsfelder zu besprechen und Benchmarks mit anderen teilnehmenden Unternehmen zu erstellen. Für die Evaluierung fällt eine Teilnahmegebühr von 2.500 € an, die auch die Teilnahme an der Finalveranstaltung mit feierlicher Preisverleihung (inklusive Dinner) für zumindest fünf Personen des Unternehmens sowie an der LOZ 2018-Konferenz beinhaltet. Im Anschluss werden mit allen evaluierten Unternehmen – sofern gewünscht – individuelle Feedbackgespräche vereinbart

LOZ 2018-Konferenz: Das bringt sie den Besuchern

Die Finalisten des Wettbewerbs werden sich im Rahmen der Konferenz einem öffentlichen Hearing stellen. Die Ergebnisse der Evaluierungen werden dabei ausgiebig diskutiert werden. Die Besucher erhalten also einmalige Einblicke in die logistischen Konzepte und die logistische Praxis einiger der erfolgreichsten Unternehmen Österreichs.

Abgerundet wird die LOZ 2018-Konferenz durch Keynotes, die feierliche Preisverleihung und das Galadinner.

Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website des LOZ 2018