Case Study

Dematic stattet IVF Hartmann aus

Wie Dematic auf zwei Geschossen ein automatisches Tablarlager mit einem Multishuttle-System kombiniert.

Intralogistik Dematic Case Study Automatisierung

60 Multishuttles werden die Ein- und Auslagerung der auf Tablaren befindlichen Ware übernehmen.

Es wird ein Tablarlager mit Multishuttle-System: Dematic stattet das neu gebaute 400-m2-Lager von IVF Hartmann mit Automatisierungstechnik aus. Die Anlage wird auf zwei Ebenen errichtet: Im Erdgeschoss befindet sich der neue Kommissionierbereich, das Tablarlager mit Multishuttle-System wird im Obergeschoss installiert. Durch diese Bauweise nutzt Dematic das Gelände von IVF Hartmann optimal aus.

Hinzu kommt, dass die zuvor manuelle Ein- und Auslagerung der Waren sowie der gesamte Materialfluss dank der Dematic-Lösung vollständig automatisiert werden. Auf diese Weise wird der Hersteller von Medizin- und Pflegeprodukten seinen Ansprüchen an einen schnellen Versand an seine Kunden gerecht. Im kommenden Jahr soll das System in Betrieb genommen werden.

Bau auf zwei Ebenen

„Der Lager- und der Kommissionierbereich liegen direkt übereinander, sodass keine Zeit durch aufwendige innerbetriebliche Transportwege verloren geht“, sagt Rainer Buchmann, CEO Dematic Central Europe. Durch den Bau auf zwei Ebenen steigert IVF Hartmann nicht nur die Effizienz seiner Logistikprozesse, sondern nutzt auch die örtlichen Gegebenheiten ideal aus. Im Obergeschoss installiert Dematic ein dreigassiges Hochgeschwindigkeits-Tablarlager, das rund 10.000 Behälterstellplätze umfasst. Die automatische Ein- und Auslagerung der auf Tablaren befindlichen Ware übernehmen 60 Dematic-Multishuttles. Über drei Heber-Paare werden die Behälter dann in den Kommissionierbereich im Erdgeschoss transportiert. Dank einer Geschwindigkeit von bis zu vier Metern pro Se-kunde erzielen die Multishuttles dabei schnelle und effiziente Materialbewegungen.

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Im Kommissionierbereich angekommen, werden die Waren auf eine von zwei Pickstationen verteilt. Anschließend zeigt ein Pick-to-Light-System dem Kommissionierer denjenigen Kundenbehälter an, in den der angeforderte Artikel gelegt werden soll. „Dadurch sinkt die Fehleranfälligkeit bei der Auftragszusammenstellung um ein Vielfaches“, sagt Buchmann. „Durch die direkte Anbindung der Pickstationen an die Shuttle-Lifte reduzieren wir zudem deutlich den Einsatz von Fördertechnik.“

Neben den zwei Pick-Bereichen verfügt der Kommissionierbereich zusätzlich über vier Packstationen sowie zwei Stationen für den Wareneingang. Um die einzelnen Bereiche miteinander zu verbinden, sind insgesamt nur 290 Meter Fördertechnik notwendig.

Steuerung per SAP EWM

In der Planungsphase entschied sich IVF Hartmann außerdem dafür, die Software SAP Extended Warehouse Management zur Lagerverwaltung einzusetzen. „Über eine Schnittstelle binden wir die neue Anlage direkt an die Software an. Auf diese Weise kann die IVF Hartmann AG den Materialfluss problemlos mit SAP EWM und ohne zusätzliche Middleware steuern. Die Systemlandschaft wird dadurch deutlich vereinfacht“, erklärt Buchmann.

Aufraggeber

Die IVF Hartmann Gruppe (Neuhausen am Rheinfall, CH) produziert mit rund 360 Mitarbeitern medizinische Verbrauchsgüter vor in den Bereichen Inkontinenz, Wundbehandlung, Risikoprävention im Krankenhaus/im OP und Erste Hilfe.

Auftragnehmer

Dematic (Heusenstamm, D) bietet intelligente Lösungen im Bereich Intralogistik – von der Lagerung über den Materialfluss bis zur Kommissionierung. Mit rund 6.000 Mitarbeitern betreibt Dematic Produktionsstätten in Europa, den USA, China und Australien.

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