Handelslogistik

Denn sie wissen, was die Kunden wollen werden

Dank künstlicher Intelligenz kann Otto Versand die Zukunft vorhersagen. Und braucht manchmal nicht einmal mehr ein Lager.

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Was hat künstliche Intelligenz mit Einzelhandel zu tun? Otto Versand zeigt es schon seit zwölf Jahren vor. Der deutsche Multichannel-Einzelhandelsriese zeigt seit 2006, dass das Arbeiten mit KI beim Auseinandersetzen mit Kundenerwartungen enorm hilft und in weiterer Folge auch das Lager optimiert.

Otto setzt hier auf Lösungen von Blue Yonder, einem deutschen Data-Science- und Machine-Learning-Unternehmen. Schließlich bietet Otto 2,2 Millionen Artikelpositionen an, darunter auch viele Partnerprodukte. Wenn sich verlässliche Vorhersagen treffen lassen, welche Produkte sich in den nächsten Tagen mehr verkaufen werden, wird das Handling enorm vereinfacht. In weiterer Folge profitieren auch die Kunden davon – Otto konnte die Lieferzeiten von fünf bis sieben Tage auf ein bis zwei Tage verkürzen. Und das alles dank KI. 

Wozu noch lagern?

Das intelligente System verwendet bis zu 200 Faktoren, um zu prognostizieren, welche Produkte sich in den kommenden Tagen wie oft verkaufen werden – und dann auch noch, in welcher Farbe und Größe. Michael Sinn, Direktor für Category Support bei Otto, bezeichnet die täglichen Updates der künstlichen Intelligenz als sehr treffsicher. Teilweise sogar so treffsicher, dass die Partnerprodukte gar nicht mehr bei Otto zwischengelagert, sondern sofort an den Kunden geschickt würden.

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Otto minimiert so also Überhänge im Lager und Verzögerungen. Durch diesen Fortschritt werden auch Retouren reduziert.