Schienenverkehr

Der Warnstreik der ÖBB wird Folgen im Güterverkehr haben

War er auch nur zwei Stunden lang lahmgelegt – der Güterverkehr wird die Folgen des heutigen Warnstreiks der ÖBB noch viele Stunden länger spüren. Das zeigen Streiks aus der Vergangenheit in Österreich und Deutschland.

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Der heutige Warnstreik der ÖBB ist mittlerweile beendet, die Züge werden sukzessive, wie es heißt, wieder den regulären Fahrbetrieb aufnehmen. Auswirkungen sind natürlich trotzdem noch zu spüren und werden es auch noch einige Stunden sein. Etwa 100.000 Fahrgäste sind alles in allem von dem heutigen Streik betroffen.

Neben dem Pendler-Verkehr und anderen Personenverbindungen ist aber auch der Güterverkehr nicht zu vergessen, der heute für zwei Stunden lahmgelegt wurde. 

Grund für den Warnstreik, der ursprünglich nur für den Güterverkehr angedacht war, ist der steigende Einsatz der Eisenbahner, für den mehr Lohnerhöhungen gefordert werden. Laut der Schienen-Control, dem Regulator des österreichischen Schienenverkehrs, stieg 2017 nicht nur der Personenverkehr deutlich an, auch der Güterverkehr wuchs um 3,4 Prozent. Die Produktivität stieg insgesamt um sechs Prozent. Teilweise fehlt das Personal, um die dafür anfallenden zusätzlichen Schichten abzudecken und viele Eisenbahner machen regelmäßig Überstunden. 

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Der bisher längste Bahnstreik in Österreich dauerte 66 Stunden und fand im November 2003 statt. pro Tag fielen dabei 2.500 Güterzüge aus. Damals gestaltete sich die Wiederaufnahme des Güterverkehrs als weitaus problematischer als die des Personenverkehrs. Ein gewaltiger Rückstau war entstanden, als um die 300 Güterzüge auf Strecken – teilweise im Ausland – abgestellt wurden. Das Fahrverbot für Wochenende und Nacht wurde damals für Lkw vorübergehend aufgehoben, damit etwa verderbliche Waren doch noch an ihr Ziel kommen konnten. 

Kosten und Klagen

Der Streik kostete die ÖBB insgesamt acht Millionen Euro, Klagen von Speditionen wegen Ausfällen und dergleichen nicht mitgerechnet – zu hier entstandenen Kosten wurden keine Informationen publik gemacht. 

Dass es mehr den Güterverkehr trifft, ist teilweise sogar das Ziel der Streikenden, um Pendler und andere Personen nicht zu sehr zu belasten – so auch beim letzten großen Streik der Deutschen Bahn 2015. Hier sprach man von 100 Millionen Euro Schaden pro Tag. Besonders die Stahlindustrie zeigte sich betroffen und sprach von Millionenverlusten, da ein Ausweichen auf andere Verkehrsträger kaum möglich gewesen wäre. Die deutsche Stahlindustrie ist einer der größten Kunden des Güterverkehrs der Deutschen Bahn, die die Hälfte der Transportmengen übernimmt. 

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