Studie

Deshalb werden die Transportpreise auf der Straße steigen

Transporeon hat europaweit Spediteure nach Geschäftsentwicklung und Einschätzung des Marktes befragt.

Transportlogistik Transporeon Konjunktur Fahrermangel Thomas Einsiedler

Knapp zwei Drittel der europäischen Spediteure rechnen in diesem Jahr mit einem Preisanstieg um bis zu fünf Prozent. Die Hauptgründe dafür sind der anhaltende Fahrermangel und zu geringe Transportkapazitäten bei gleichzeitig steigendem Frachtaufkommen.

Fahrermangel im Vordergrund

Die Transporeon Group hat rund 1.000 europäische Straßentransportunternehmen nach ihrer Markteinschätzung und aktuellen Geschäftssituation befragt. Der Fahrermangel hat für die Mehrheit dieses Jahr den größten Einfluss auf das Tagesgeschäft, gefolgt von der Entwicklung der Diesel- und Kraftstoffpreise und der fortschreitenden Regulierung der europäischen Transportmärkte. 2017 spielten in der Wahrnehmung der Befragten hingegen vor allem Schwankungen hinsichtlich der Nachfrage nach Transportkapazitäten und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung gemeinsam mit dem Fahrermangel die wichtigste Rolle bei der Geschäftsentwicklung.

Ausweg Digitalisierung?

„Die insgesamt im europäischen Markt verfügbare Transportkapazität lässt sich kurz- und mittelfristig nur durch Effizienzsteigerungen erhöhen“, glaubt Thomas Einsiedler, Chief Product Officer Transporeon Group. „In diesem Zusammenhang sehen auch mehr als zwei Drittel der Speditionen einen weiteren Ausbau digitaler Prozesse als Chance – beispielsweise, um neue Kunden für passende Anschlussladungen zu gewinnen. Zudem könnte ein Großteil des fehlenden Frachtraums durch eine bessere Vernetzung der Unternehmen und eine intelligente Auslastung gewonnen werden. Hierfür sind erweiterte digitale Konzepte zwischen der verladenden Industrie und den Speditionen der zentrale Schlüssel.“

White Paper zum Thema

Der Report „Kapazitäten, Preise & Technologien: Erhebung über den europäischen Straßengüterverkehr 2018“ kann auf der Website von Transporeon kostenlos heruntergeladen werden.

Studie, Transporeon, 10/2018 © Transporeon Group