Flurförderzeuge

Gabelstapler-Hersteller Kion startet stark

Der Jahresauftakt lief gut für Kion. Der Markt für Flurförderzeuge profitiert von steigender Lagerautomatisierung und E-Commerce.

Kion-Chef Gordon Riske ist gegenüber den steigenden Rohstoffpreisen und der Verfügbarkeit wichtiger Vorprodukte skeptisch. 

Der deutsche Gabelstapler-Hersteller Kion hat einen starken Jahresstart hingelegt. Zum einen erhole sich die Weltwirtschaft weiter, wovon auch der Weltmarkt für Flurförderzeuge profitiere, teilte der MDax-Konzern mit und bestätigte seine Prognose. Zum anderen bleibe der Trend zu Lagerautomatisierungen im Onlinehandel stark.

Wettbewerber Jungheinrich hatte seinen Ausblick in der vergangenen Woche angehoben. Akash Gupta von der US-Bank JPMorgan bemängelt, dass Kion beim Wachstum im Kernmarkt Europa einmal mehr hinter dem Markt zurückbleibe, wobei sich der Abstand verringere. Der Experte William Turner vom US-Analysehaus Goldman Sachs hatte sich beim Auftragseingang im Segment Lieferkettenlösungen ein wenig mehr erhofft. Dennoch liegen die Zahlen für das erste Quartal deutlich über den Vorjahreszahlen und übertreffen im Schnitt die Erwartungen der Analysten. Der Umsatz stieg beim MDax-Konzern im Jahresvergleich um 17,1 Prozent auf 2,38 Milliarden Euro auch der Auftragseingang übertraf mit 2,63 Milliarden Euro deutlich den Vorjahreswert.

Für den Konzern lief es in beiden Segmenten gut im ersten Quartal, die Erholung aus dem vergangenen Quartal setzte sich damit fort. Allerdings sei das wirtschaftliche Umfeld weiterhin von einer großen Unsicherheit geprägt - nicht nur aufgrund der anhaltenden Coronapandemie, erklärte Kion-Chef Gordon Riske laut Mitteilung. „Wir sehen zudem steigende Rohstoffpreise sowie Risiken bei der Verfügbarkeit wichtiger Vorprodukte, etwa in der Halbleiterindustrie", betonte er.

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71 Prozent mehr bestellte Fluförderzeuge

Aber weil sich die Wirtschaft weiter erholt, lag die Zahl der bestellten Flurförderzeuge bei Kion deutlich über dem Vorjahreswert. Im ersten Quartal haben Kunden um 71 Prozent mehr bestellt als noch ein Jahr zuvor. Im Raum Asien-Pazifik waren die Zahlen sogar fast doppelt so hoch. Das liegt auch daran, dass die Einbrüche in China zu Beginn des Coronajahres 2020 besonders groß waren. Das Segment für Flurförderzeuge macht bei Kion immer noch den Großteil des Umsatzes aus.

Außerdem treibt die Pandemie die Entwicklung im Bereich Lieferkettenlösungen an - ein Trend, der sich bereits in den vergangenen Monaten abzeichnete und sich weiter fortsetzt. Der Onlinehandel boomt in der Pandemie, viele Unternehmen investieren zunehmend in Lagerautomatisierungen. Kion geht für das laufende Jahr von einem deutlichen Wachstum aus. Die Erlöse sollen 2021 von 8,3 Milliarden Euro im Vorjahr auf 9,15 bis 9,75 Milliarden Euro zulegen, teilte das Unternehmen in Frankfurt mit. (apa/red)