Corona-Krise

Gehen Europas Häfen die Container aus?

Der Hafen Hamburg befragte dazu Reedereien. Das Ergebnis ist überraschend.

Transportlogistik Hafen Hamburg Coronavirus Container

Geht es nach den Reedereien, scheinen die Häfen nicht auf Engpässe bei den Containern zuzusteuern.

Die Medien haben immer wieder darüber berichtet: Die aktuelle Krise könne dazu führen, dass die Leercontainer knapp werden. Hafen Hamburg Marketing hat dazu eine Blitzumfrage unter Reedereien gestartet.

Das Ergebnis: Aus Sicht der Reedereien  wird es weder in Hamburg noch in anderen deutschen Seehäfen zu nennenswerten Engpässen kommen.

Wochenlanger Vorlauf

Dafür scheint es mehrere Gründe zu geben. Die meisten Reedereien steuern den Leercontainerbedarf mit einem Vorlauf von drei bis vier Wochen. Dabei nutzen sie für die Zuführung von Leercontainern nach Hamburg oder zu anderen nordeuropäischen Häfen größtenteils Überschuss-Märkte, wie die USA, Großbritannien und Israel. Eine direkte Zuführung von Leercontainern aus China findet in der Regel nicht statt und war auch in letzter Zeit nicht erforderlich.

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Hinzu kommt: Da Chinas Wirtschaft wieder anzulaufen beginnt, steuern auch Schifffahrt, Umschlag und Seehafen-Hinterlandtransport in China wieder in Richtung Normalbetrieb.

„Vor dem Hintergrund einer in Europa abflachenden Konjunktur gehen wir nicht davon aus, dass es in Hamburg oder im Binnenland zu einer Unterversorgung mit Leercontainern kommt“, meint Axel Mattern, Vorstand Hafen Hamburg Marketing.

Weitere Entspannung in Sicht

Er geht davon aus, dass insgesamt für den seeseitigen Außenhandel mit einer weiteren Entspannung der Lage gerechnet werden kann, sobald sich die Transporte zwischen Asien und Europa normalisieren und der Bedarf an Exportcontainern entsprechend der Wirtschaftslage nachlässt.

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