Infrastruktur

„Gemeinsame Aufholjagd“ mit ZOVI

Mit der „Zukunftsoffensive Verkehr und Infrastruktur“ wollen Führungskräfte aus Industrie und Logistik gemeinsame Projekte zur Vernetzung von Schiene, Straße und Donau anstoßen. Auch die Entwicklung von Smart Cities steht im Fokus.

Startschuss zu ZOVI: Minister Norbert Hofer und die Gründungsmitglieder der „Zukunftsoffensive Verkehr und Infrastruktur“.

Heute fiel der Startschuss zur „Zukunftsoffensive Verkehr und Infrastruktur“ (ZOVI) – einer Plattform unter der Schirmherrschaft des Infrastrukturministeriums, die in den kommenden Monaten an Projekten zur gemeinsamen Vernetzung von Schiene, Straße und Binnenschiff sowie Projekten für die Entwicklung von "smarten" Städten arbeiten will. Erklärtes Ziel sind 20-25 Allianzprojekte, die im Rahmen eines "österreichischen Schulterschlusses" gemeinsam umgesetzt werden sollen, wie anlässlich der Präsentation heute Vormittag durch Infrastrukturminister Norbert Hofer und hochrangige Industrievertrete bekannt gegeben wurde.

Die Rahmenfinanzierung von ZOVI beträgt gerade einmal 200.000 Euro, die erforderlichen Mittel für Planung und Umsetzung würden von der Wirtschaft gestellt, betonte Flughafen-Wien-Vorstand Günther Ofner.

Die Gründungsmitglieder der Plattform können sich sehen lassen: Neben Wolfgang Anzengruber (Verbund), Robert Machtlinger (FACC), Andreas Matthä (ÖBB), Wolfgang Hesoun (Siemens Österreich) oder Wolfram Senger-Weiss (Gebrüder Weiss) sind Paul Blaguss (Blaguss Gruppe), Erich Forster (WESTbahn), Marcus Grausam (A1) und Wolfgang Jani (AUA) Teil des Projektteams.

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Basis Standortentwicklungsgesetz

Mitte 2019 sollen die gemeinsam ausgearbeiteten Projekte der Bundesregierung präsentiert werden. Wichtige Voraussetzung für eine Umsetzung der Pläne sei dann jedoch das neue Standortentwicklungsgesetz aus dem Wirtschaftsministerium, das derzeit überarbeitet wird. Es soll in einigen Wochen präsentiert werden. Unter anderem sah es eine automatische Genehmigung von Betriebsanlagen vor, wenn nach einem Jahr von den Behörden keine Entscheidung gefallen ist. Es gehe, so Flughafen-Wien-Vorstand Günther Ofner unter anderem um schnellere Genehmigungsverfahren – "Stichwort dritte Piste am Flughafen" so Ofner.

Er sprach sich für weniger strenge Vorgaben bei der Sanierung von bestehenden Gebäuden aus, dies würde einen ganz wesentlichen Investitionsschub bringen, da viele Firmen zögerten, einen bestehenden Standort auszubauen, und lieber auf der Grünen Wiese bauen, wodurch noch mehr Grünland durch Beton versiegelt werde.

Offene Plattform

Bei ZOVI handelt es sich um eine offene Projektplattform. Die Projektarbeit passiert im Rahmen von Task-Forces unter Einbeziehung von Experten aus Wissenschaft, österreichischen Interessensverbänden, der Verwaltung und der Zivilgesellschaft. Darüber hinaus gibt es ab heute im Rahmen einer offenen Online-Partizipation die Möglichkeit für alle Bürger und Bürgerinnen, Projektideen vorzuschlagen.

„Mit ZOVI wollen wir unseren Teil zu einer aktiven Standortverbesserung beitragen und damit Österreich bei Verkehr und Infrastruktur an die Spitze in Europa bringen. Durch die Zusammenarbeit im Rahmen dieser neuen Form der Allianz erzielen wir mehr Synergien, gezieltere Abstimmung und letztendlich bessere Ergebnisse für alle Österreicher und Österreicherinnen. Alle Projekte werden einen starken Standortnutzen aufweisen“, so die gemeinsam formulierte Motivation der fünfzehn Gründungs-CEOs.

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