Case Study

Gesundes Warehouse-Management

Die Medizinfirma Nobamed hatte konkrete Vorstellungen an sein künftiges Lagerverwaltungssystem. Es sollte eine verbesserte Dokumentation, kürzere Wege sowie eine schnellere und fehlerfreie Kommissionierung möglich machen. Fündig wurde das Unternehmen bei einem bayrischen Lagerverwaltungssoftware-Anbieter.

Von
Nobamed CIM Lagertechnik Case Study Pharma Intralogistik

Die Firma Nobamed produziert Waren für diverse medizinische Bereiche, beispielsweise für Krankenpflege, Dialyse oder Erste Hilfe. Im Zuge einer Lagererweiterung hat das Unternehmen nun ein neues Lagerverwaltungssystem eingeführt.

Neben der erfolgreichen Adaptierung des Systems im neuen Lager waren vor allem eine verbesserte Bestandsverwaltung und eine zügigere und dokumentierte Abbildung der Kommissionierung die wichtigsten Ziele, die das Unternehmen erreichen wollte. Kurzum: Die Liefergeschwindigkeit und –qualität sollte mithilfe der neuen Warehouse-Lösung deutlich gesteigert werden.

Herausforderungen

Die Wahl fiel schließlich auf das Prolag World-System von CIM. Laut dem Projektverantwortlichen der Firma CIM, Maximilian Schellenberg, hielt das Nobamed-Projekt trotz langjähriger Erfahrung im Business aber einige Herausforderungen parat. Eine dieser Hürden war der schnell durchzuführende Umzug in das neue Gesamtlogistikzentrum von Nobamed, der für einen straffen Zeitplan sorgte.

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Durch eine systemgesteuerte Verknüpfung von Ein- und Auslagerung wurden zusätzlich Wegeeinsparungen erreicht.

Das Warenverteilzentrum bietet tausende Stellplätze im Schmalganglager sowie Palettenregale mit Nachschub- und Kommissionierbereich und ein Kühllager. Den Warenversand übernimmt die Spedition Dachser, sowie die beiden Paketdienstleister UPS und Trans-o-flex.

Auf Wunsch der Firma Nobamed wurde im Projekt verstärkt auf Wegeoptimierung und auf Minimierung möglicher Fehlerquellen geachtet – besonders bei der Kommissionierung. Mithilfe einer systemgesteuerten Verknüpfung von Ein- und Auslagerung wurde zudem eine weitere Wegeeinsparung erreicht. Bei der Einlagerung achtet das System darauf, dass kein Weg umsonst gefahren wird, eine Einlagerung wird beispielsweise direkt mit einer anstehenden Auslagerung verbunden - das spart viel Zeit.

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Ein Blick auf das Warenverteilzentrum von Nobamed.

Kluge Zusammenfassung von Artikeln

Eine weitere Neuerung, die das System geschaffen hat, ist der „Batchlauf mit Palettenfahrt“. Damit ist es möglich, viele gleiche oder am gleichen Lagerort befindliche Artikel für unterschiedliche Aufträge zusammenzufassen und in einem Batch (Behälter) zusammenzufassen. Bei der Bildung dieser Behälter werden vom System Faktoren wie Auftragspriorität, Bewegungsart, Lieferdatum, aktuelle Wegdistanz, sowie Füllgrad offener Einlagerungen berücksichtigt.

Kein Pufferlager

Das System arbeitet mittels FEFO-Prinzip (First Expired, First Out). Die gebündelten Waren werden in einem weiteren Schritt auf die unterschiedlichen Kundenaufträge verteilt. Auf einem Packplatz erfolgt die Entnahme der einzelnen Artikel durch die Mitarbeiter. Die Artikel werden daraufhin eingepackt und mit einem Etikett versehen. Die zweistufige Kommissionierung findet auch bei internen Lieferaufträgen Anwendung. Die Ware wird hierbei auftragsgenau an die Produktion geliefert.

Mit dem Prolag World System wird dabei für eine auftragsbezogene logistikzentrumsübergreifende Nachbevorratung gesorgt. Umgelagert werden nur die für den Auftrag benötigten Teile, damit in der Produktion kein Pufferlager entsteht.

Bereits vier Wochen nach der Inbetriebnahme des neuen Lagerverwaltungssystems konnte die Firma Nobamed über 4.000 Auslagerungen täglich erreichen.

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Das Warenverteilzentrum bietet rund 16.000 Stellplätze im Schmalganglager sowie Palettenregale mit Nachschub- und Kommissionierbereich.