Hafen Wien

Hafen Albern bekommt ein Hafentor

30 Meter lang, 14 Meter hoch, 250 Tonnen schwer: Mit dem neuen Hafentor wird der Hochwasserschutz im Hafen Albern für rund 22 Millionen Euro ausgebaut.

Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke, Umweltstadträtin Ulli Sima und Umweltstaatssekretär Magnus Brunner (v.li.) bei der Präsentation des Hochwasserschutz-Projekts im Hafen Albern.

In den kommenden Monaten wird im Hafen Albern gebaut: Dämme werden ertüchtigt, Spundwände geschlagen und die Fundamente für das riesige neue Hafentor in Albern gesetzt. Das wird 250 Tonnen auf die Waage bringen und rund 30 Meter lang, 14 Meter hoch und 2,1 Meter dick sein.

Der Hafen Albern ist neben dem Hafen Freudenau und dem Ölhafen Lobau die dritte große Hafeneinrichtung in Wien. Er zählt zu den wichtigsten Standorten für den Getreide-Umschlag im Osten Österreichs. Auf dem Gelände befinden sich fünf große Getreidespeicher mit einer Kapazität von insgesamt 90.000 Tonnen. Auch das Schwergutzentrum für High&Heavy-Lasten ist im Hafen Albern angesiedelt. Neben Getreide werden hier auch Baustoffe, landwirtschaftliche Produkte und Stahlerzeugnisse umgeschlagen.

Hochwasser dürften häufiger werden

Mit dem neuen Hafentor wird es möglich sein, den Betrieb auch bei Hochwasser ungestört aufrecht zu erhalten. Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke erinnerte bei der Präsentation des Projekts an das Hochwasser in den Jahren 2002 und 2013: Damals hatte der Hafen bis zu über einem Meter unter Wasser gestanden. Die Schäden gingen in Millionenhöhe. Umweltstadträtin Ulli Sima verwies darauf, dass derartiges infolge des Klimawandels häufiger zu befürchten sei.

White Paper zum Thema

Schließen, bevor das Waser kommt

Das neue Hafentor arbeitet nach dem Prinzip eines Schiebetores: Noch bevor ein heranziehendes Hochwasser die Stadtgrenze von Wien erreicht, wird das Hafentor geschlossen. Je nach lokalem Wasserstand dauert es 20 bis 30 Minuten, bis das mächtige Tor den Hafen dichtmacht. Den Wasserstand innerhalb des geschützten Hafenbeckens regelt danach ein eigenes Pumpwerk. Drei große Tauchpumpen ermöglichen ein Abpumpen von rund zwei Kubikmeter Wasser pro Sekunde.

Verwandte tecfindr-Einträge