Konjunktur

Hapag-Lloyd ortet Zeichen der Erholung

Das Minus bei den Containertransporten fällt weltweit geringer aus als erwartet. Die langfristigen Auswirkungen der Pandemie werden laut der Reederei dennoch deutlich sein.

„Covid-19 wird deutliche langfristige Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben, was den Warenverkehr beeinflussen wird": Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben Jansen.

Um 4,1 Prozent dürften die Containertransporte im Jahr 2020 zurückgehen, meint Rolf Habben Jansen, der Vorstandsvorsitzende der Reederei Hapag-Lloyd. Noch im April hatte die Prognose düsterer ausgesehen: Damals hatte Hapag-Lloyd noch mit einem Minus von 10,6 Prozent gerechnet. Für 2021 sei demnach ein Wachstum von 5,7 Prozent zu erwarten.

„Deutliche langfristige Auswirkungen“

„Wir sehen eine Erholung, die wahrscheinlich irgendwann im dritten Quartal begonnen hat, und erwarten, dass sich das bis ins Jahr 2021 fortsetzt“, sagt Habben Jansen, allerdings: „Covid-19 wird deutliche langfristige Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben, was den Warenverkehr beeinflussen wird.“

Die meisten Containerschiffe sind unterwegs

Ein gutes Zeichen ist die Tatsache, dass relativ wenige Schiffe aufliegen. Die Reedereien hatten zu Beginn der Coronakrise ihre Kapazitäten stark heruntergefahren und zeitweise Schiffe mit einer Tragfähigkeit von mehr als 2,7 Millionen TEU aus dem Betrieb genommen. Inzwischen liegen nur noch Kapazitäten von 644.000 TEU auf, rund 2,7 Prozent der Weltflotte. Die Bestellungen neuer Schiffe sind mit bisher 200.000 TEU in diesem Jahr auf einen sehr tiefen Stand gefallen.

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Hapag-Lloyd hatte im August mit dem Halbjahresbericht seine Gewinnprognose für das laufende Jahr bestätigt. Danach erwartet der Konzern einen Gewinn von 0,5 bis 1,0 Milliarden Euro vor Zinsen und Steuern (Ebit). (apa/dpa/reuters/red)

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