Coronavirus

Hapag-Llyod: Weniger Containertransporte

Die größte Reederei Deutschlands rechnet mit schwerwiegenden Auswirkungen von Covid-19 auf den Frachtverkehr, bleibt für das Gesamtjahr 2020 aber optimistisch.

Schiffstransport Hapag-Lloyd Coronavirus Containerschiffe

Hapag-Lloyd stellt sich wegen der Corona-Pandemie auf einen Rückgang der weltweiten Containertransporte ein. Nach einem ordentlichen Start ins laufende Jahr würden die globalen Transportmengen inzwischen durch die Krise beeinflusst, teilt das Unternehmen mit. Daher müssten die Kapazitäten in den kommenden Monaten voraussichtlich angepasst werden.

Dies werde sich zumindest in der ersten Jahreshälfte auf das Ergebnis auswirken. So hätten sich die Märkte in China und anderen asiatischen Ländern nach dem anfänglichen Schock "wahrscheinlich schneller erholt als von vielen befürchtet". Jetzt seien aber auch die anderen Kontinente betroffen. "Die Auswirkungen davon werden erheblich sein", sagte Ralf Habben Jansen. Die Reederei werde ihr Transportangebot in den kommenden Monaten möglicherweise anpassen müssen.

Die Prognose für heuer sei mit höheren Unsicherheiten behaftet als sonst, hieß es. "2020 wird ein sehr ungewöhnliches Jahr, da sich die Bedingungen in den letzten Wochen aufgrund des Ausbruchs des Coronavirus in vielen Märkten sehr schnell verändert haben", sagte Vorstandschef Rolf Habben Jansen.

Für das Gesamtjahr 2020 nimmt sich das Traditionsunternehmen gleichwohl einen Betriebsgewinn (EBIT) in einer Spanne zwischen einer halben und einer Milliarde Euro nach vorläufig 811 Millionen Euro im Vorjahr vor. (APA/red)