Schienenverkehr

Hat die Strabag Chancen auf einen Infrastruktur-Auftrag in Slowenien?

Zwei Konkurrenten bewerben sich um den Bau eines Bahnstreckenabschnittes inklusive Tunnel und Viadukt. Doch die Strabag macht das teuerste Angebot.

Infrastruktur Strabag Slowenien

Das heimische Bauunternehmen Strabag bewirbt sich in Slowenien mit zwei weiteren Konkurrenten um den Bau eines Abschnitts der Bahnstrecke von Maribor nach Sentilj an der Grenze zu Österreich, berichtete die slowenische Nachrichtenagentur STA. Das Projekt mit einem Auftragsvolumen von mindestens 101 Mio. Euro umfasst auch einen Tunnel und ein Viadukt.

Die Strabag habe mit 136,6 Mio. Euro das teuerste Angebot eingereicht, berichtete die STA. Der türkische Konzern Cengiz liegt bei 117,4 Mio. Euro. Das slowenische Konsortium aus mehreren Bauunternehmen, darunter Pomgrad, Kolektor und GH-Holding, hat hingegen ein Angebot von 101 Mio. Euro vorgelegt. Der Zuschlag werde voraussichtlich im Oktober erteilt, hieß es aus der Direktion für Infrastruktur gegenüber der STA.

Der ausgeschriebene Abschnitt ist Teil einer laufenden Modernisierung der insgesamt 16 Kilometer langen Bahnstrecke zwischen Maribor und dem Grenzübergang Sentilj, die in mehreren Etappen ausgebaut wird. Die Strecke, die schon zur Zeiten der Monarchie als Teil der Südbahn zwischen Wien und Triest gebaut wurde, setzt sich auf der österreichischen Seite in Richtung Graz fort.

Die Modernisierung der eingleisigen Bahnstrecke wird auf insgesamt 253,7 Mio. Euro beziffert. Die Arbeiten sollen Ende 2021 fertig sein. Später ist bis 2026 der Bau eines zweiten Gleises geplant. (apa/red)

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