Intralogistik

Jungheinrich ist für 2021 zuversichtlich

Der Intralogistik-Spezialist übertrifft schließt das Geschäftsjahr 2020 besser ab, als durch die Pandemie befürchtet und blickt optimistisch auf 2021.

Jungheinrich Intralogistik Coronakrise Geschäftsjahr Lars Brzoska

Lars Brzoska, Vorstandsvorsitzender bei Jungheinrich, blickt positiv ins Geschäftsjahr 2021.

„Vor dem Hintergrund der durch die Covid-19-Pandemie erschwerten Rahmen- und Marktbedingungen sind wir mit dem Geschäftsverlauf des Jahres zufrieden. Dank frühzeitig eingeleiteter Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung sowie unserer entschlossenen Liquiditätssicherung konnten wir die negativen Auswirkungen der Pandemie auf unser Geschäft erfolgreich begrenzen“, erklärt Jungheinrich-Vorstandsvorsitzender Lars Brzoska.

Im Geschäftsjahr 2020 wurde ein Umsatz von 3,81 Milliarden Euro (Vorjahr: 4,07 Milliarden Euro) erreicht. Der Auftragseingangswert, der die Geschäftsfelder Neugeschäft, Miete und Gebrauchtgeräte sowie Kundendienst umfasst, erreichte 2020 aufgrund eines starken Schlussquartals 3,78 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,92 Milliarden Euro). Beide Werte lagen damit leicht oberhalb des Prognosekorridors, der im Oktober 2020 angehoben worden war. Das EBIT erreichte mit 218 Millionen Euro (Vorjahr: 263 Millionen Euro) die obere Hälfte des avisierten Korridors, damit ergab sich eine EBIT-Rendite von 5,7 Prozent (Vorjahr: 6,4 Prozent).

Das Corona-Krisenmanagement

Direkt zu Beginn der Coronakrise hat Jungheinrich einen zentralen Krisenstab gebildet und darüber hinaus lokale Krisenstäbe in den Organisationseinheiten und Werken eingerichtet, um die aufkommenden Risiken frühzeitig zu identifizieren und ihre Auswirkungen auf das Unternehmen durch zeitnahe, geeignete und koordinierte Maßnahmen möglichst gering zu halten. Oberste Priorität hatte dabei der Schutz der Belegschaft, Kunden und Geschäftspartner. Dafür hat Jungheinrich im Jahr 2020 allein mehr als 215.000 Masken und über 20.000 Liter Desinfektionsmittel beschafft. Gleichzeitig wurden umfassende Vorkehrungen getroffen, um die Auswirkungen der Pandemie auf die Lieferketten und die Produktion zu minimieren. Als Anerkennung für die zusätzliche Belastung durch die Krise hat Jungheinrich seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Jahresende eine Corona-Sonderprämie in Höhe von insgesamt 13,5 Millionen Euro ausgezahlt.

White Paper zum Thema

Neue Unternehmensstrategie 2025+

Im November 2020 hat Jungheinrich die neue Unternehmensstrategie 2025+ präsentiert. Der Konzern legt in den kommenden Jahren seinen Fokus auf die Steigerung von Profitabilität, Effizienz und Nachhaltigkeit. Nachdem der Konzern sein strategisches Wachstumsziel für 2020 bereits ein Jahr früher erreicht hatte als geplant, setzt sich Jungheinrich zum Ziel, nachhaltig Werte für alle seine Stakeholder zu schaffen. Besonderer Fokus wird auf den Ausbau der Präsenz in den Märkten Europa, China und Nordamerika.

Prognose und Ausblick 2021

In Anbetracht der positiven Marktentwicklung in den vergangenen Monaten und angesichts der Wachstumserwartungen des IWF für die Weltkonjunktur im laufenden Jahr von 5,5 Prozent erwartet Jungheinrich, dass der weltweite Markt für Flurförderzeuge im Jahr 2021 im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich wachsen wird, für den Kernmarkt Europa wird von einem Anstieg des Marktvolumens im mittleren einstelligen Prozentbereich ausgegangen. 

Somit erwartet der Intralogistik-Spezialist für den Konzernumsatz 2021 eine Zielbandbreite von 3,9 Milliarden bis 4,1 Milliarden Euro. Der Auftragseingang wird ebenfalls in einem Korridor von 3,9 € bis 4,1 Milliarden Euro prognostiziert.