Auszeichnung

Jungspediteur*innen-Preis 2020

Die österreichischen Nachwuchstalente punkten mit innovativen Digitalisierungs- und Qualitätsmanagement-Lösungen. Von der Alternative des Paketaufklebers bis hin zum digitalen Paketshop.

Der Zentralverband Spedition & Logistik hat die Jungspediteur*innen des Jahres gewählt und ausgezeichnet.

Bereits zum 10. Mal hat der Zentralverband Spedition & Logistik die Jungspediteur*innen des Jahres gewählt und ausgezeichnet. Den aktuellen Trends entsprechend, beschäftigen sich die Siegerarbeiten mit den Themen Nachhaltigkeit und Prozessoptimierung durch Digitalisierung.

Ziel des landesweiten Wettbewerbs ist es, junge Branchentalente zu fördern und ihre Leistungen wertzuschätzen. Die Preisträgerinnen und Preisträger, die eine 13-köpfige Fachjury aus insgesamt 17 Einreichungen auswählte, wurden im Rahmen der Generalversammlung 2020 des Zentralverbands vorgestellt und prämiert. Aufgrund der derzeitigen Pandemie fanden Generalversammlung und Verleihung heuer erstmals online statt. 

Die Gewinnerin und Gewinner

Der erste Platz ging an Santa Virza von Schenker & Co für ihr Konzept „NFC Tag als wiederverwendbare Alternative zum Paketaufkleber“. Über den zweiten Platz durfte sich Benjamin Manhart, ebenfalls von Schenker & Co für das Konzept „Innovatives Lean Management in der Kontraktlogistik“ freuen. Dominik Komoli, Gebrüder Weiss Paketdienst, und sein Konzept „Digitalisierungsprojekt Paketshop-Betreuung“ erreichten den dritten Platz.

White Paper zum Thema

Die drei Erstplatzierten erhalten Urkunden sowie ein Preisgeld in Höhe von 3.000, 2.000 und 1.000 Euro. Die Jury setzte sich aus zehn Mitgliedern des Präsidiums sowie Prof. Dr. Sebastian Kummer von der WU Wien, Prof. Dr. Oliver Schauer vom Logistikum Steyr und Bernd Winter vom Verlag Holzhausen zusammen.

„Die Logistik von morgen ist komplex, schnell, ständig im Wandel und vor allem digital. Wir können stolz auf die zahlreichen Nachwuchskräfte sein, die sich mit den wegweisenden Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit beschäftigen und innovative Konzepte entwickelt haben. Sie beweisen, wie viel Zukunftspotenzial in unserer Branche steckt“, so Alexander Friesz, Präsident des Zentralverbands Spedition & Logistik. 

Die prämierten Projekte

Platz 1: NFC Tag als wiederverwendbare Alternative zu Paketaufklebern

Das Siegerkonzept von Santa Virza beschäftigt sich mit Near-Field-Communication (NFC), einer Technologie zur drahtlosen Datenübertragung, die auch beim kontaktlosen Zahlen mit dem Smartphone oder der Kreditkarte zum Einsatz kommt. 

Der Paketaufkleber wird mit einem wiederverwendbaren NFC-Chip, auf dem Absender und Empfänger hinterlegt sind, ersetzt. NFC-Chips haben gegenüber Paketaufklebern aus Papier vor allem den Vorteil, dass sie wasserfest und wiederverwendbar s und die auf dem Chip gespeicherten Daten wie Name und Adresse nur befugten Personen zugänglich sind. Zudem werden Ressourcen wie Holz für die Papierproduktion gespart.

Platz 2: Innovatives Lean Management in der Kontraktlogistik

Das Konzept von Benjamin Manhart zeigt, wie das Service in der Kontraktlogistik kontinuierlich verbessert und der Ressourceneinsatz reduziert werden kann. Durch die Einführung eines maßgeschneiderten internen Qualitätsmanagementprogramms wird ein ökologisch nachhaltiges Arbeiten auf lange Sicht gewährleistet. Mit dem Lean-Management-System wird sichergestellt, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Ideen zur Optimierung des Arbeitsprozesses einbringen können. Gespart werden nicht nur die Ressourcen Zeit und Geld, sondern auch Verpackungs- und Verbrauchsmaterialien.

Platz 3: Digitalisierungsprojekt Paketshop-Betreuung

Um die Geschäftsprozesse rund um die alltäglichen Tätigkeiten der Paket-Shopbetreuer und Betreuerinnen zu optimieren, schlägt Dominik Komoli vor, die Arbeitsprozesse zu digitalisieren. Dazu wird eine benutzerfreundliche, auf mobilen Endgeräten einsetzbare, Plattform aufgebaut. Diese bietet eine vollständige Datenbank aller Paketshops und der relevanten dazugehörigen Daten. Mit Hilfe von Sharepoint werden die Arbeitsprozesse einer Ist-Stand-Analyse unterzogen, um danach die digitalisierten Soll-Prozesse zu ermitteln.