Verluste

Kapsch TrafficCom tief in Verlustzone

Der Mautsystemanbieter machte 2020/21 große Verluste. Vorläufigen Zahlen zufolge verdreifachte sich der operative Fehlbetrag gegenüber dem Jahr davor von 39,2 auf rund 124 Millionen Euro.

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Der Fehlbetrag von Kapsch TrafficCom hat sich gegenüber dem Jahr davor verdreifacht.

Der börsennotierte Mautsystemanbieter Kapsch TrafficCom hat 2020/21 per Ende März ein weiteres verlustträchtiges Geschäftsjahr hinter sich gebracht. Das Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit (EBIT) „inklusive negativer Spezialeffekte“ werde laut vorläufigen Zahlen rund 124 Millionen Euro ergeben, gab das Unternehmen am Freitag bekannt. Somit hat sich der Fehlbetrag gegenüber dem Jahr davor verdreifacht. Der Umsatz brach von 731 Millionen auf rund 500 Millionen Euro ein.

Die „relevantesten negativen Spezialeffekte“ wirkten sich den Angaben zufolge mit rund 139 Millionen Euro auf das EBIT aus: 79 Millionen Euro davon kosteten die Anpassung der Projektmargen und Drohverlustrückstellungen, insbesondere bei Projekten in Nordamerika, 21 Millionen entfielen auf Wertminderungen von Firmenwerten, 14 Millionen Euro auf Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen und so setzt sich die Negativserie fort.

Trotz des „stark negativen Ergebnisses“ liege die Eigenkapitalquote noch bei rund 14 Prozent. Per Ende März habe das Unternehmen „liquide Mittel im Ausmaß von mehr als 100 Millionen Euro“ erhalten. (apa/red)