Infrastruktur

Last-Mile-Logistik für Logistiker

Bei Diskussionen um die Letzte Meile gerät die Planung von Verteilzentren manchmal in den Hintergrund. Industriebauspezialist Goldbeck Rhomberg will das ändern.

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Mit cleveren Lösungen wie getrennten Zu- und Abfahrten wird die Arbeit der Kunden erleichtert: Garbe Industrial Real Estate in Steyr.

Die Letzte Meile wird meist aus dem Blickwinkel von KEP-Diensten und Speditionen diskutiert. Verändertes Kundenverhalten, gestiegene Erwartungen und – dank E-Commerce – immer höhere Paketmengen: Die Letzte Meile ist für Logistikunternehmen mittlerweile die ultimative Herausforderung. Und sie alle sind bestrebt, die gestückelten Warensendungen so zu bündeln, dass kurze, schnelle und effiziente Touren in die Zustellgebiete möglich sind. Die Verteilzentren rücken näher an die Städte heran und bieten in der Folge weniger Platz.

Entwicklungen, für die Georg Vallaster einen ganzen Lösungs-Baukasten bereithält – den er bisweilen erklären muss. „Die baulichen Möglichkeiten cleverer Verteilzentren ziehen viele Logistiker fast gar nicht in Betracht“, erzählt der Geschäftsführer bei Goldbeck Rhomberg, „dabei können wir schon hier große Vereinfachungen und Erleichterungen schaffen.“

Nachgelagerte Knotenpunkte entfallen

Goldbeck Rhomberg kann auf die Referenz von über 60 Logistikprojekten verweisen, in denen der Baukasten bereits erfolgreich eingesetzt wurde – mit Anpassungen, die diese urbanere Umgebung erfordert. Durchdachte Verkehrskonzepte ermöglichen beispielsweise die barrierefreie An- und Zufahrt sowie das reibungslose Rangieren auf dem Gelände. Die Logistikgebäude selbst überzeugen mit überdurchschnittlich vielen und sehr spezialisierten Andockstellen – eine dreistellige Anzahl von Belademöglichkeiten ist möglich, mit gerade einmal 40 Zentimetern Höhe und Schnelllauftoren eignen sie sich bei Bedarf auch für Sprinter.

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In den Hallen sorgen extrem große Spannweiten dafür, dass Sortiermaschinen problemlos aufgestellt und betrieben werden können. Weitere Speziallösungen sind Cross-Docking-Hallen oder Extra-„Finger“ an den Lagergebäuden. „Dadurch wird unser Produkt zum letzten Logistikgebäude in der Kette“, ist Vallaster überzeugt. „Von hier aus kann der Endkunde bequem direkt beliefert werden. Die sonst kleinteiligeren, nachgelagerten Knotenpunkte entfallen einfach.“

Goldbeck, Rhomberg, DHL-Logistik, in, Regensdorf © Goldbeck Rhomberg

DHL-Logistik in Regensdorf.

Bei der Planung dieser Sonderwünsche kann Goldbeck Rhomberg auf eine ganze Palette bereits umgesetzter Systembaulösungen setzen. Im Regelfall steht die nämlich aus vorangegangenen Projekten zur Verfügung. Falls nicht, wird individuell eine Lösung entwickelt, die im Anschluss Eingang in diesen Baukasten findet und zukünftig für ähnlich gelagerte Herausforderungen angewendet werden kann.

60 erfolgreich umgesetzte Bauprojekte

Für die Transportbranche blicken Goldbeck Rhomberg und der Mutterkonzern Goldbeck bereits auf über 60 erfolgreich umgesetzte Bauprojekte in Österreich, Liechtenstein und der Schweiz zurück. „Dadurch haben wir eine Spezialisierung erreicht, über die kaum ein anderes Unternehmen verfügt“, sagt Vallaster. „Wir können unsere Hallen beispielsweise mittlerweile problemlos so anpassen, dass sie sowohl für ein- als auch für zwei- oder sogar mehrstufige Logistiksysteme funktionieren.“

Auf der Referenzliste von Goldbeck Rhomberg stehen dabei Groß- und Prestigeprojekte wie die Paketverteilzentren der Österreichischen Post AG in Hagenbrunn und Allhaming, der A. Quehenberger Multipark in Enns oder das ultramoderne Kontraktlogistikgebäude für Dachser Austria in Hörsching. „Bei unseren Angeboten verfolgen wir die gleichen Ziele wie die Logistikbranche selbst“, sagt Georg Vallaster: „Wir wollen das Leben und die Arbeit unserer Kunden vereinfachen.“

Modular zur besseren Planbarkeit

Elementiertes Bauen, auch Systembau genannt, wird oft eingesetzt, wenn ein Projekt möglichst wirtschaftlich und vor allem gut planbar durchgeführt werden soll. Der Systembau ist ein Verfahren, bei dem das Gebäude aus vorgefertigten Bauteilen oder Modulen zusammengesetzt wird. Die einzelnen Bauteile werden vorgefertigt, zur Baustelle transportiert und nach dem Baukastenprinzip zusammengesetzt. Diese Bauweise ermöglicht relativ kurze Bauzeiten, eine große Witterungsunabhängigkeit – da die Elemente in Produktionshallen auch bei strömendem Regen oder eisiger Kälte vorgefertigt werden können – und eine hohe Präzision der oft seriell gefertigten Bauteile. Weitere Vorteile sind ein hoher Qualitätsstandard, eine große Planungssicherheit und damit verbunden Termin- und Kostentreue.

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