Löhne

Lkw-Fahrer in Österreich bekommen um 5% mehr Lohn

In Europa - vor allem in Großbritannien, Deutschland oder Italien - fehlen Tausende LKW-Fahrer. Auch in Österreich haben Unternehmen Probleme, solche zu finden. Nun soll eine Lohnerhöhung Anreize schaffen.

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Der Fachkräftemangel in der Transportbranche lässt die Löhne für die rund 50.000 Lkw-Fahrer in Österreich kräftig steigen. Die KV-Löhne im Güterbeförderungsgewerbe werden ab 1. Jänner 2022 um 4,96 Prozent erhöht, teilten WKÖ und die Gewerkschaft vida mit. Auch für 2023 und 2024 gibt es eine Einigung. In beiden Jahren soll es jeweils eine KV-Erhöhung geben, bei der auf die jeweilige Jahresinflation 0,5 Prozent aufgeschlagen wird.

"Wir haben somit einen 3-Jahres-Abschluss erzielt, was für die langfristige Planung unserer Unternehmen essenziell wichtig ist", kommentierte der Obmann des WKÖ-Fachverbands Güterbeförderung, Günther Reder, den Kollektivvertrags-Abschluss. Wenn man die Inflationsprognose für 2023 und 2024 heranziehe, würden die KV-Löhne in den kommenden drei Jahren um insgesamt 11 Prozent angehoben", rechnete der Bundessekretär des Fachbereichs Straße in der Gewerkschaft vida, Karl Delfs, vor.

Der Lkw-Fahrermangel beschäftigt die Logistikbranche schon seit längerem, die Coronapandemie hat die Lage noch einmal verschärft. Der hohe Abschluss soll helfen, Mitarbeiter zu halten und auch neue zu finden, so Reder und Delfs. Außerdem wolle man mit dem KV-Abschluss "ein bewusstes und starkes Signal für die Beschäftigten setzen und ihnen für ihren Einsatz während der Corona-Zeit danken".

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Die Sozialpartner einigen sich auch auf Änderungen im Rahmenrecht. Mit der nun vereinbarten Durchrechnung der wöchentlichen Normalarbeitszeit sowie der Verlängerung der täglichen Normalarbeitszeit gibt es eine Flexibilisierung der Arbeitszeit. Damit seien neue Schichtmodelle möglich und der Beruf werde attraktiver, weil sich neue Möglichkeiten zur besseren Vereinbarkeit von Beruf, Freizeit und Familie bieten, so die Sozialpartner. "Wir hoffen, damit das Potenzial bei Umsteigewilligen besser nützen und auch vermehrt junge Leute ansprechen zu können, um sie für den Beruf des Lkw-Lenkers zu gewinnen", sagte WKÖ-Vertreter Reder. (apa)