Lo:Di – 14.05.2019 – Praktische News für die Logistik

Lo:Di. Hörmann analysiert aus der Ferne Industrietore – Witron baut vollautomatisches Tiefkühl-Logistikzentrum in Granada – Hermes untersucht Lieferkettenoptimierung mit erstaunlichem Ergebnis

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Keine Torschlusspanik

Wenn das Tor im Betrieb einen Schaden hat, muss der Spezialist ran – aber nicht unbedingt in Fleisch und Blut. Der deutsche Tor- und Türhersteller Hörmann beginnt jetzt mit der internetbasierten und laut Angaben permanenten Überwachung seiner Industrietore. Die Vernetzung erfolgt über die IoT-Cloudplattform der Telekom. Das System namens SmartControl soll Ausfälle und damit Betriebskosten reduzieren, indem Verschleiß früh erkannt wird. Die Torsteuerung sendet dafür automatisch Fehlercodes zur Analyse. Muss ein Techniker anrücken, hat dieser schon im Vorhinein Informationen zum Problem. Eine regelmäßige, gesetzlich vorgeschriebene Wartung kann so allerdings nicht ersetzt werden.

  

Frieren in Spanien

Der deutsche Logistikplaner Witron hat bereits ein Trockensortiment-Logistikzentrum für die Einzelhandelskette Mercadona im spanischen Vitoria-Gasteiz entwickelt; jetzt folgt ein Auftrag für ein Tiefkühl-Logistikzentrum in Guadix, Granada. Geplant ist eine 17.600 Quadratmeter große Anlage mit sieben vollautomatischen COM-Maschinen, die am Tag bis zu 46.000 Einheiten aus dem 550 Artikel zählenden Sortiment abwickeln sollen. Im fünfgassigen Palettenhochregallager sind dafür 7.000 Stellplätze vorgesehen. Die automatisierte Kommissionierung hat einen eisigen Grund: Der Betrieb bei minus 23 Grad Celsius soll Tag und Nacht, jeden Tag in der Woche weitergehen. Die Inbetriebnahme ist für Anfang 2021 angesetzt.

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Groß nicht gleich besser

Eine aktuelle Umfrage vom Paketdienstleister Hermes unter 200 Logistikern bei deutschen Unternehmen ergibt, dass 78 Prozent der Unternehmen aktiv an der Optimierung ihrer Lieferkette arbeiten. Unter den großen Unternehmen sind es sogar 83 Prozent, das ist eine Steigerung von 23 Prozent in vier Jahren. Gerade in großen Unternehmen werden jedoch häufig sehr komplexe Optimierungsprozesse eingeleitet und der Aufwand unterschätzt – denn fast ein Viertel der Projekte wird mangels Erfolgs hier wieder eingestellt. Zum Vergleich: Bei kleinen Unternehmen werden nur 15 Prozent eingestampft. 

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