LPI

Logistik-Großmacht Österreich

Im Logistics Performance Index erreicht Österreich den besten Rang aller Zeiten.

Zentralverband Spedition & Logistik LPI Wolfram Senger-Weiss Oliver Wagner

Über die Methodik des Logistics Performance Index der Weltbank wird seit Jahren heftig diskutiert. Nicht zuletzt die Kritik daran hat in Österreich zur Einrichtung des Austrian Logistics Indicator geführt.

Aussagekraft spricht dem alle zwei Jahre veröffentlichten LPI aber kaum jemand ab. Und dass Österreich in der aktuellen Studie den vierten Rang einnimmt, kann als sensationell gewertet werden. Immerhin war das Land 2014 noch auf Rang 22 zurückgefallen. Bei aller Kritik an derartigen Rankings: Als „starkes Signal für den österreichischen Logistik- und Wirtschaftsstandort“ dient der LPI laut Wolfram Senger-Weiss, Präsident des ZV Spedition & Logistik, jedenfalls.

Und er wäre ein schlechter Branchenvertreter, würde er daran nicht eine Mahnung knüpfen: „Jetzt gilt es, dieses Ergebnis positiv zu nutzen und national wie international unsere hervorragende Logistikdienstleistungsqualität zu vermarkten.“ ZV-Geschäftsführer Oliver Wagner sieht genau darin auch einen entscheidenden Faktor für Österreichs Aufstieg in den vergangenen Jahren: „Seit wir im Jahr 2014 im LPI auf den Platz 22 abgestürzt sind, haben wir als Verband zur Qualität und Wertschöpfung des heimischen Logistikstandortes intensive Interessens- und Öffentlichkeitsarbeit betrieben. So ist es uns gelungen, erstmals das Thema Logistik im aktuellen Regierungsprogramm zu verankern.“

Den LPI 2018 führt abermals Deutschland unangefochten an. Dahinter folgen Schweden und Belgien. Österreich teilt sich den vierten Platz mit Japan.