Corona-Krise

Logistik-Simulation soll Corona-Krisenstab unterstützen

Fraunhofer Austria und TU Wien arbeiten an einer Simulation der Transport- und Handelsströme in Österreich.

„Erst Berechnungen und Simulationen der Lieferketten versetzen uns in die Lage, Risiken in der Logistik zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Sicherung der Grundversorgung abzuleiten": Wilfried Sihn.

Im Grunde ähnelt es einer epidemiologischen Modellrechnung: Forscher von Fraunhofer und TU Wien erstellen derzeit eine Simulation der heimischen Transport- und Handelsströme, die dem staatlichen Krisenstab in einigen Wochen wichtige Informationen zur Sicherheit der Grundversorgung in der Coronakrise liefern soll.

Standardisierter Datenpool

Im Rahmen des Projekts „PRognosemodellE zur SIcherung der DaseinsvorsorgE" (PRESIDE) geht es den Forschern darum, verschiedene Handelsunternehmen zu kontaktieren und in den Wochen darauf einen standardisierten Datenpool zu erstellen. Gleichzeitig arbeiten Partner an den mathematischen Optimierungsmodellen. Schlussendlich sollen dann alle Informationen zu den Lieferketten, über die Waren in Geschäfte gelangen, sowie Daten über Warenmengen und Lagerkapazitäten gebündelt werden.

„Erst Berechnungen und Simulationen der Lieferketten versetzen uns in die Lage, Risiken in der Logistik zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Sicherung der Grundversorgung abzuleiten", sagt Fraunhofer-Austria-Geschäftsführer und TU-Professor Wilfried Sihn.

White Paper zum Thema

Hürde Daten-Aufbereitung

So ließen sich dann etwa die Auswirkungen von Grenzschließungen, das Wegfallen von Arbeitskräften oder auch erhöhte Nachfragen bei gewissen Produkten vorwegnehmen. Bis dahin müssten allerdings die auf sehr unterschiedliche Weise vorliegenden Daten von Handels- und Logistikunternehmen verfügbar und verwertbar gemacht werden. (apa/red)

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