KEP

Mehr Porto, mehr Pakete – was die Post beflügelt

Die enormen Paketfluten sind eine Last – aber auch Grund, warum die deutsche Post jetzt ihre Jahresprognose nach oben verbessert. Die größeren Einnahmen bedeuten aber auch größere Ausgabe für andere.

KEP Deutsche Post

Der boomende Paket-Markt und ein florierendes Geschäft mit Express-Sendungen haben der Deutschen Post im zweiten Quartal Zuwächse bei Umsatz und operativem Gewinn beschert. Unter anderem die Porto-Erhöhung in Deutschland nährt die Hoffnung auf Zuwächse im zweiten Halbjahr. Der Bonner Konzern polierte seine Jahresprognose deshalb leicht auf.

Im zweiten Quartal steigerte die Post die Verkaufserlöse um 3 Prozent auf 15,5 Mrd. Euro. Der operative Ertrag (Ebit) kletterte um 2,9 Prozent auf 769 Mio. Euro, wie der Konzern am Dienstag mitteilte.

Post-Chef Frank Appel will 2019 den operativen Gewinn nun auf vier bis 4,3 (zuvor: 3,9 bis 4,3) Mrd. Euro steigern. Rückenwind dürfte der Post dabei im zweiten Halbjahr auch die Erhöhung des Briefportos in Deutschland geben. Das Massenprodukt Standardbrief etwa kostet seit dem 1. Juli 80 Cent nach zuvor 70 Cent. "Wir sind deshalb - trotz des herausfordernden weltwirtschaftlichen Umfelds - zuversichtlich für die weitere Entwicklung und haben das untere Ende unserer Jahresprognose angehoben", sagte Appel.

Im Jahr 2020 will er einen großen Schritt nach vorn machen: Der operative Ertrag (Ebit) soll dann ohne Einmaleffekte auf mehr als 5 Mrd. Euro klettern. (apa/red)

Haben Sie schon den neuesten Logistik:Dienstag gesehen?

Verwandte tecfindr-Einträge