Automatisierung

Neue Automatisierungs-Lösung für kleine Lager

Ein modulares Lager- und Kommissioniersystem speziell für KMU: Telejet und ICO stellen auf der LogiMAT „Storojet“ vor.

Die Oberfläche der „Navigation Shelf Boards“ ist mit Codierungen bedruckt, an denen sich die kleinen Lagerroboter orientieren.

Um bis zu 80 Prozent sollen sich laut den Herstellern die Pickzeiten reduzieren: Die deutschen Unternehmen Telejet und ICO Innovative Computer stellen in Stuttgart mit „Storojet“ das laut eigener Aussage „weltweit erste automatisierte mehrstöckige Flächenregal“ vor.

Die Grundidee von Storojet: Die Lagerroboter bringen statt einer Palette, einer Box oder eines ganzen Regals nur das „Regalbrett“ mit der angeforderten Ware. Die Oberfläche dieser 1,2 mal 1,6 Meter großen „Navigation Shelf Boards“ ist mit Codierungen bedruckt, an denen sich die kleinen Lagerroboter orientieren. Aus den Navigation Shelf Boards lassen sich im definierten Rasterformat Lagerflächen und Wegstrecken bauen und modular erweitern.

Sukzessive Erweiterung möglich

Das Regalsystem kann bis zu sechs Meter hoch werden, die verschiedenen Ebenen sind durch mehrere Aufzüge miteinander verbunden und ermöglichen den Robotern neben der horizontalen auch eine vertikale Mobilität. Die Roboter sind nicht schienengebunden und können frei fahren. Dabei orientieren sie sich anhand der Codierungen auf den Navigation Shelf Boards und werden vom Zentralsystem per Funk orchestriert. Per Software wird definiert, welche Bereiche als Wegstrecke und welche als Abstellbereiche gelten. Die Modularität des Systems ermöglicht einen sukzessiven Lageraufbau, ohne Förderstrecken jedes Mal komplett neu planen zu müssen.

White Paper zum Thema

Storojet, ICO © ICO

Das Regalsystem kann bis zu sechs Meter hoch werden, die verschiedenen Ebenen sind durch mehrere Aufzüge miteinander verbunden.

Roboter fahren selbst zur Stromquelle

Da mehrere Roboter fortlaufend im Einsatz sind, wird ein regelmäßiger Warenstrom erreicht. Je nach geforderter Auslastung ist das System über die Roboter im laufenden Betrieb skalierbar. Das Aufladen ihrer Energiereserven übernehmen die Roboter im laufenden Betrieb bei Bedarf an fest installierten Ladeorten selbst und melden sich direkt wieder zum Dienst.

Storojet, ICO © ICO

Die Modularität des Systems ermöglicht einen sukzessiven Lageraufbau, ohne Förderstrecken jedes Mal komplett neu planen zu müssen.

Nebeneffekte des Systems: Es ermöglicht fortlaufende Inventur, kann den Diebstahlschutz verbessern (da man nicht ins tiefere Innere des Regalsystems greifen kann), erhöht die Prozesssicherheit und vereinfacht die notwendige Dokumentation.

Zielgruppe KMU

Zielgruppe von Storojet sind vor allem auch Start-ups und mittelständische Unternehmen, deren Lager oft kleinteilig bestückt ist, die sich große Inddustrie-4.0-Lösungen nicht leisten können und bei denen „der Mensch Lagerist und Kommissionierer in Personalunion ist“.