Hafen Wien

Neue Druckluft-Ölsperre im Hafen Lobau

Die neue Ölsperre ist extrem schnell einsatzbereit und behindert den Schiffsverkehr nicht.

Hafen Wien Fritz Lehr Ölsperre Infrastruktur Transportlogistik

Druckluft erzeugt horizontale Wellen, die das Öl an Ort und Stelle halten.

Das Prinzip ist simpel, aber effektiv: Unter der Wasseroberfläche ist ein neun Zentimeter dickes Rohrsystem verlegt, in das über Kompressoren Druckluft geleitet wird. Werden die aktiviert, steigen über Düsen Druckluftblasen an die Oberfläche, wo aus der vertikalen Strömung zwei horizontale Strömungen werden. Ausgetretenes Öl wird dadurch daran gehindert, mit der Strömung mitzuschwimmen und kann fachgerecht entsorgt werden.

Schnell einsatzbereit und nicht im Weg

Der Vorteil der fest installierten Druckluftanlage ist, dass diese in wenigen Minuten einsatzbereit ist. Einmal pro Woche findet eine Intervalls-Prüfung statt, bei der die Funktionstüchtigkeit der Druckluft-Ölsperre kontrolliert wird. „Ein weiterer Vorteil dieser fixen Anlage gegenüber einer mobilen Ölsperre ist die ungehinderte Fortführung des Schiffsverkehrs während des Betriebs der Ölsperre“, sagt Fritz Lehr, der kaufmännische Geschäftsführer Hafen Wien. „Eventuell gefährdete Boote können den Hafen verlassen und Hilfsschiffe ohne Schwierigkeiten die Sperre passieren.“ Der Hafen hat in die neue Ölsperre rund eine halbe Million Euro investiert.

Im Ölhafen Lobau mit seinen sieben Anlegestationen legen pro Jahr rund 1.100 Tankschiffe an, um die 850.000 Tonnen Mineralölprodukte werden pro Jahr umgeschlagen.

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