Lkw-Kartell

Neue Klage von ELVIS gegen Daimler

Diesmal geht es um Ansprüche aus der Nach-Kartell-Zeit. Eingereicht werden soll die Klage im kommenden Jahr, voraussichtlich ebenfalls am Landgericht Stuttgart.

Transportlogistik ELVIS AG Kartelle

Als Auslöser für die Klage nennt ELVIS ein Gutachten, wonach sich das Kartell auch auf die Zeit nach Jänner 2011 ausgewirkt hat.

Die ELVIS AG (Europäischer Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure) plant über ihr Tochterunternehmen Themis Schaden GmbH eine weitere Klage gegen die Daimler AG und damit gegen das Lkw-Kartell. Gebündelt werden darin die Ansprüche, die aus dem Kauf von 10.000 Fahrzeugen resultieren. Den durchschnittlichen Schaden je Lkw beziffert ELVIS mit rund 7.000 Euro. Anders als die Ende 2017 am Landgericht Stuttgart eingereichte Klage wird sich diese auf den Nach-Kartell-Zeitraum beziehen.

Als Auslöser für die Klage nennt ELVIS ein Gutachten, wonach sich das Kartell auch auf die Zeit nach Jänner 2011 ausgewirkt hat. „Mit anderen Worten: Die Spediteure und Transportunternehmer haben auch in der Nach-Kartell-Zeit mehr für die von ihnen gekauften Lkw bezahlt als sie ohne das Kartell hätten zahlen müssen“, sagt Rechtsanwalt Moritz Lorenz von der Berliner Kanzlei Arnecke Sibeth Dabelstein, der ELVIS auch in diesem Verfahren gerichtlich vertreten wird. Die Kartellanten seien verpflichtet, auch diesen Schaden zu ersetzen.

Eingereicht werden soll die Klage im kommenden Jahr, voraussichtlich ebenfalls am Landgericht Stuttgart. „Die Gespräche mit einem Prozessfinanzierer stehen vor dem Abschluss. Die Abtretungsvereinbarungen sollen noch in diesem Jahr an die beteiligen Unternehmen verschickt werden“, sagt Lorenz. Die Frist zur Klageerwiderung läuft am 10. Dezember 2018 ab.