Transport

Optimismus bei heimischen Transporteuren

Grundsätzlich blicken die heimischen Transporteure und Logistiker optimistisch in die Zukunft - allerdings schätzen viele den Mangel an Arbeitskräften als primäre Behinderung ihrer Geschäftstätigkeit ein, so eine WKO-Studie.

Transport Alexander Klacska WKO

Die Transporteure und Logistiker blicken optimistisch in die Zukunft, die Erwartungen haben gegenüber dem Frühjahr noch einmal zugelegt, so das Ergebnis der Branchenumfrage "Transport und Verkehr - 3. Quartal 2021" (Sample 158 Firmen) der Wirtschaftskammer (WKÖ). "Die Entwicklung der vergangenen Monate in Sachen Nachfrage schätzen die Befragten nun deutlich optimistisch ein", erklärte Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Logistik in der WKÖ.

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"Wir könnten im Klimaschutz schon weiter sein" <<

Eine große Mehrheit der Befragten rechne weiterhin mit steigenden Preisen. Dieser Indikator sei im Vergleich zum zweiten Quartal nochmals deutlich nach oben gegangen. Als "zumindest ausreichend" würden nun knapp 65 Prozent der Befragten ihren aktuellen Auftragsbestand einschätzen. "Das bedeutet eine deutliche Verbesserung zu den letzten Umfragen, liegt jedoch noch ein Stück weit von den Werten vor Ausbruch der Pandemie entfernt", gab Klacska zu bedenken.

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Erfreulich für den Arbeitsmarkt: Die Transporteure und Logistiker erwarten einen Anstieg der Beschäftigung. Gleichzeitig nennt jeder vierte Befragte den Mangel an Arbeitskräften als primäre Behinderung der Geschäftstätigkeit.

Auf den Straßen war wieder einiges los. Mit Ausnahme des Monats Jänner sind bisher im Jahr 2021 stets Zuwächse im Vergleich zu 2019 zu verzeichnen", hieß es zur Fahrleistung im heurigen Jahr. Die hohen Fahrleistungszuwächse ab März 2021 seien teilweise - aber nicht nur - auf die stark gesunkenen Werte 2020 zurückzuführen.

Die Monatsbetrachtung der Neuzulassungen zeige, dass im aktuellen Jahr bis September insgesamt Zuwächse von 23 Prozent bei den Neuzulassungen von Lkw über 3,5 t und Sattelzugfahrzeugen gegenüber 2020 verzeichnet wurden. Das bedeute jedoch ein Rückgang von 22 Prozent im Vergleich zu den Werten aus 2019. Im heurigen September lag der Wert der Neuzulassungen erstmals deutlich unter jenem des Vorjahres, so die Transporteure.

Während der ersten Corona-Phase im zweiten Quartal 2020 verzeichnete der Schienengüterverkehr ebenfalls deutliche Rückgänge, die sich im Lauf der nachfolgenden Quartale verringerten bzw. auch Zuwächse zeigten. Im aktuell verfügbaren zweiten Quartal 2021 sei ein Zuwachs des Schienengüterverkehrsaufkommens sowohl zu 2020 als auch zu 2019 ersichtlich.

In der Luftfracht wurde am Flughafen Wien im Jahr 2020 ein Rückgang von insgesamt 23,2 Prozent registriert. Im Jahr 2021 wurde bis September ein Zuwachs von 19,2 Prozent registriert. Teilweise wurde in einigen Monaten auch annähernd so viel Luftfracht wie 2019 befördert, geht aus den Zahlen hervor.

Einmal mehr äußerte die Transportbranche ihren Unmut über die Einführung der Normverbrauchsabgabe (NoVA) für Lkw unter 3,5 Tonnen. Für die Erreichung der Klimaziele sei eine Reihe von Begleitmaßnahmen erforderlich. Ein Beispiel dafür sei Deutschland mit einem Flottenaustauschprogramm. (apa)