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Post: Umsätze steigen, Gewinn fällt

Die Zahlen zum Pandemiejahr 2020 könnten gemischt ausfallen. Analysten erwarten für die Österreichische Post zwar steigende Umsätze, aber fallende Gewinne

Erlösseitig mache die Performance im Paketgeschäft die Schwäche im Briefgeschäft mehr als wett. 

Für die Österreichische Post AG erwarten die Analysten der Raiffeisen Research und der Erste Group ein gemischtes Ergebnis. Einerseits sehen die Experten beider Analysehäuser steigende Umsätze. Unter dem Strich dürfte allerdings weniger übrig bleiben als im Vorjahr. Veröffentlicht werden die endgültigen Jahreszahlen 2020 am kommenden Freitag.

Die Experten der Erste Group verwiesen auf die bereits vorläufigen Zahlen des heimischen Logistikers, wonach die Umsätze zulegen würden, allerdings operativ Ergebniseinbußen zu erwarten seien. Erlösseitig mache die Performance im Paketgeschäft die Schwäche im Briefgeschäft mehr als wett. Im Jahr 2019 waren es noch 127 Millionen Pakete, die von Österreichs größtem Post- und Logistikdienstleister transportiert wurden, im letzten Jahr wurde ein Plus von 30 Prozent erzielt. Zu verdanken ist dieser Boom den Lockdowns sowie der Verlagerung des Handels in die Onlinewelt. 

Der Mittelwert für die Umsatzschätzungen der Raiffeisen und Erste Group belief sich auf knapp 2,19 Milliarden Euro und liegt damit um acht Prozent über dem Erlös des Vorjahres. Die Schätzungen für den Gewinn vor Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei 294 Millionen Euro und damit um acht Prozent unter dem Wert von 2019. (apa/red)