KEP

Post will Letzte Meile CO2-frei machen

CO2-neutral stellt die Österreichische Post im Inland schon seit 2011 zu – nun arbeitet sie an der CO2-freien Zustellung. In Graz soll es schon ab August 2021 so weit sein.

KEP Österreichische Post Green Logistics letzte Meile

Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl und Post-Cheflogistiker Peter Umundum mit allerlei alternativ Angetriebenem.

Erreicht wird die CO2-freie Zustellung durch eine Erneuerung und Elektrifizierung des Fuhrparks. Aktuell besteht der Fuhrpark der Briefzusteller in Graz aus 13 Fahrrädern, 26 E-Mopeds, 38 Klein-Lkw (davon 21 E-Fahrzeuge) und 25 Transportern.

Bis Mai 2020 wird die für den E-Fuhrpark benötigte Ladeinfrastruktur der Briefzustellung verfügbar sein. Dann wird mit dem Rollout der 42 neuen E-Fahrzeuge begonnen, und bis September 2020 wird die komplette Flotte auf batterie-elektrische Fahrzeuge umgerüstet sein.

Mit der Inbetriebnahme des neuen Logistikzentrums in Kalsdorf, Steiermark, wird auch mit der Modernisierung des Fuhrparks der Paketzustellung begonnen, und es werden rund 100 neue E-Fahrzeuge angeschafft. Die Umstellung wird im August 2021 abgeschlossen sein, sodass dann auch Pakete im Stadtbereich Graz CO2-frei zugestellt werden können. Insgesamt werden dann in Graz rund 160 E-Fahrzeuge für die Post im Einsatz sein.

White Paper zum Thema

Unterstützt wird die Umstellung durch Förderungen des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie.

Pilotprojekt „City Hub Graz“

Im Rahmen des Pilotprojekts „City Hub Graz“ wird ab Juni 2020 die Paketzustellung testweise in der Grazer Innenstadt mit E-Lastenrädern erfolgen. Die Pakete werden im Logistikzentrum Kalsdorf vorbeladen und dann an mehreren Plätzen zur Übernahme durch den Zusteller bereitstehen – verteilt über die Grazer Innenstadt.

Durch diese „Rendezvous-Logistik“ müssen die Zusteller für die Aufnahme von neuen Sendungen nicht mehr an einen zentralen City Hub zurückfahren, sondern können die gesamte Zustelltour ohne Unterbrechung durchführen. Dabei kommt eine innovative Anhängerlösung mit flexiblen Modulen zum Einsatz, die den Ansatz der „Containerisierung“ der letzten Meile verfolgt. Das heißt, die Pakete werden in Behältern vorbeladen, in die Stadt transportiert und direkt daraus zugestellt. Das Pilotprojekt City Hub Graz ist auf drei Monate angesetzt.