Datenvernetzung

Pünktlichkeit und Übersicht dank transparenter Supply Chain?

Der Softwareentwickler Setlog kündigt ein Navigationssystem an, das die Daten von Lieferketten auf der ganzen Welt zusammenführen soll. Die Basis dafür bietet ein vom Fraunhofer-Institut entwickelter sicherer Datenraum.

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Der Bochumer Softwareentwickler Setlog hat gestern, Mittwoch, ein neues Supply Chain-Navigationssystem angekündigt. Mittels dynamischen Simulationsmodellen sollen globale Lieferketten planungssicher gemacht werden. Für die dafür notwendige Transparenz hat Setlog nun seine bislang anonymisierten Frachtdaten mit öffentlichen Daten zusammengeführt. Die Plattform für diese Fusion kommt vom Telekom Date Intelligence Hub. Die Basis ist der Industrial Data Space, der unter Führung des Fraunhofer-Instituts für Software- und Systemtechnik in Dortmund entwickelt wurde – ein sicherer Datenraum, der für Unternehmen verschiedener Branchen und Größen gleichermaßen gut für die Datenbewirtschaftung funktionieren soll.

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Sicherer Raum für Daten

Die Plattform auf Basis dieses Data Space nun soll einiges für die Zukunft erleichtern. Denn wollen zwei Unternehmen ihre Daten miteinander teilen, sind die Datenströme meist nicht sofort miteinander kompatibel. Die Verarbeitung in den fremden Systemen gestaltet sich somit oft energie- und zeitintensiv. Die Plattform der Telekom wird hingegen wie ein Datenmarktplatz funktionieren. „Das nimmt teure Puffer und Unwägbarkeiten aus dem Spiel“, sagt Ralf Düster, Managing Director von Setlog. 

Auf diesem Marktplatz sollen etwa die Daten einer Supply Chain mit öffentlichen Daten wie Staumeldungen oder Wetterberichten zusammengeführt und auch analysiert werden können. Der Datenverkehr kann nur zwischen Unternehmen erfolgen, die Daten bereitstellen und miteinander austauschen wollen. Somit soll auch die Kontrolle bei den Unternehmen bleiben, wie viel sie mit wem teilen. 

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Pünktlichkeit auf hoher See

Besonders der Seefracht soll das neue Navigationssystem helfen, ihre in den letzten Jahren nachlassende Pünktlichkeit wieder aufzuholen. Laut dem Analysten SeaIntel kommen nur mehr knapp 75 Prozent der Containerschiffe rechtzeitig an. Genau hier würden Verknüpfungen interner und öffentlicher Daten zugutekommen. Denn: „Wetterbedingungen oder lange Abfertigungszeiten können die Ankunftszeiten um bis zu 15 Tage verzögern“, so Düster. 

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