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Rail Cargo wird leiser

Ab sofort setzt die Rail Cargo Group in Deutschland nur noch lärmarme Güterwagen mit „Flüsterbremsen“ ein.

Transportlogistik Rail Cargo Group Bahn

Mit Ende 2024 dürfen laut europäischer Gesetzgebung auf den Hauptverkehrsstrecken der gesamten EU nur mehr leise Wagen genutzt werden.

Bisher kamen im Güterverkehr Grauguss-Bremsen zum Einsatz. Diese haben den Nachteil, dass sie beim Bremsvorgang die Räder aufrauen. Die neu entwickelten Flüsterbremsbeläge tun das nicht und helfen damit, die Rollgeräusche der Waggons um etwa 10 dBA zu reduzieren. Für das menschliche Ohr hört sich das wie eine Halbierung des Lärms an.

Derzeit sind bei ÖBB-Rail Cargo Group bereits mehr als 80 Prozent aller im Einsatz befindlichen österreichischen Güterwagen mit leisen Bremsen umgerüstet bzw. ausgestattet. Der Tausch erfolgt während der laufenden Instandhaltung. Nach Abschluss des Umrüstprogramms bis Ende 2021 fahren dann alle in Betrieb befindlichen österreichischen Güterwagen leise.

EU-weite Fahrverbote ab 2024

Bereits mit Jänner 2020 wurde in der Schweiz das Verbot der graugussgebremsten Wagen ausgesprochen, mit 13. Dezember 2020 tritt nach dem deutschen Schienenlärmschutzgesetz das Verbot auch in Deutschland in Kraft.

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Daher werden mit Dezember 2020 für Verkehre in, von, nach und durch Deutschland seitens der Gesellschaften der Rail Cargo Group nur mehr leise Güterwagen bereitgestellt.

Mit Ende 2024 dürfen laut europäischer Gesetzgebung auf den Hauptverkehrsstrecken der gesamten EU, den sogenannten „leiseren Strecken“, nur mehr leise Wagen genutzt werden.

Das kommt in einigen Ländern, so auch in Österreich, einem flächendeckenden Fahrverbot von „lauten“ Güterwagen mit den klassischen Bremssohlen gleich und betrifft alle Verkehre – also auch den Transitbereich.