Case Study

Rika setzt auf FTS von Jungheinrich

Neun FTS von Jungheinrich sind in der Produktion von Rika Blechkomponenten unterwegs. Und beweisen, wie effizient die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine sein kann.

Intralogistik Jungheinrich FTS Automatisierung Case Study

Rund 12.000 Tonnen Blech verarbeitet Rika Blechkomponenten pro Jahr. Die Produktion der Oberösterreicher läuft rund um die Uhr. Verteilt über die gesamte Produktionsstätte setzt Rika für die Puffer-Lagerung der Zwischen- und Endprodukte auf neun fahrerlose Transportfahrzeuge vom Typ EKS 215a von Jungheinrich.

In den Produktionsbereichen befinden sich die Übergabeplätze am Boden, im Regal oder auch auf Rollwägen. Das FTS stellt die Waren ab, die letzten Meter zu den Bearbeitungsmaschinen werden manuell bewerkstelligt. Ein Zusammenspiel von Mensch und Maschine, das sich als besonders effizient erwiesen hat.

Die Laser-Belegterkennung an den Übergabeplätzen und ein manuelles Abscannen lösen den Transportauftrag für das fahrerlose Transportsystem aus: Die Ware wird vom nächsten freien Fahrzeug abgeholt und zum vom System vorgesehenen Lagerplatz gebracht. Das Jungheinrich Logistik Interface übernimmt die Verwaltung der Pufferregale und meldet dem kundenseitigen ERP-System die Lagerorte zurück.

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Die Fahrzeuge sind mit spezieller Sensorik zur Höhen- und Gewichtskontrolle ausgestattet. Die freitragenden Gabeln erlauben die Einlagerung auf 5,20 Meter. Die Ladung der mit Li-Ionen-Technologie ausgestatteten Fahrzeuge erfolgt automatisch an einer der drei Automatik-Ladestationen, und das im laufenden Betrieb ohne Eingriff der MitarbeiterInnen.

Das Fahrerlose Transportsystem bei Rika verrichtet bis zu 1.000 Transporte am Tag. In den Peakzeiten sind dies 80 Fahrten in der Stunde. Neben der enormen Entlastung der MitarbeiterInnen konnte das System für eine erhebliche Steigerung der Effizienz sorgen. Unfallraten und Fehleinlagerungen konnten auf ein Minimum reduziert werden.

FTS, Jungheinrich, für, Rika © Jungheinrich

Das Fahrerlose Transportsystem bei Rika verrichtet bis zu 1.000 Transporte am Tag.

Herzstück der automatisierten Intralogistik

Fahrerlose Transportsysteme sind heute das Herzstück der automatisierten Intralogistik. Vollautomatisch, präzise und sicher verrichten sie im gesamten Produktions- und Lagerbereich wiederkehrende Transportaufgaben.

Wesentlicher Bestandteil sind Personenschutzsensoren, die mit einem Warn- und einem Schutzfeld ausgestattet die unmittelbaren Fahrwege permanent überwachen. So ist ein Einsatz auch im Mischbetrieb mit manuellen Flurförderzeugen problemlos möglich. Überall, wo standardisierte, gleichbleibende Transportaufgaben anfallen, entlasten die FTS die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Fahrerlose Transportsysteme von Jungheinrich sind in den unterschiedlichsten Branchen im Einsatz: etwa in der Automobil- und Schwerindustrie, der Metallverarbeitung, in der Logistik- und Distributionsbranche und der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie. Als Generalunternehmer und Systemintegrator stellt Jungheinrich sicher, dass alle Systeme ineinandergreifen und optimal zusammenarbeiten.

Millimetergenaues Arbeiten

Die Fahrzeugtypen von Jungheinrich sind für den Transport unterschiedlichster Ladehilfsmittel – Paletten, Gitterboxen oder Sonderladehilfsmittel – und spezifischer Einsatzgebiete ausgerüstet. Mit verschleißfreien Drehstrommotoren und einer optimalen Kombination aus Batterie und Batterieladetechnik werden die Standzeiten auf ein Mindestmaß reduziert. Hochmoderne Automatikkomponenten sorgen für die millimetergenaue Lastaufnahme und -abgabe.

Umfangreiche Sicherheitssensoren schützen dabei Mensch, Last und Maschinen. Fahrerlose Transportsysteme fahren nur auf den ihnen vorgegebenen Fahrwegen. Kreuzt ein Mensch unbeabsichtigt den Fahrweg, sorgt das umfangreiche, CE-zertifizierte Sicherheitssystem für das sofortige Abbremsen. Tritt eine Person in das Warnfeld, verlangsamt das Fahrzeug sofort seine Geschwindigkeit. Bleibt die Person stehen, so bremst es weiter ab bis zum Stillstand. Parallel dazu wird ein Signal an den Leitstand gegeben, das die Blockierung des Gerätes anzeigt. FTS detektieren auch Objekte, die sich an den Fahrzeugseiten im Fahrweg befinden. Durch die seitlich angebrachten Laserscanner können diese Objekte vorausschauend erkannt werden und schaffen eine zusätzliche Absicherung bei Kurvenfahrt.

Automatisiertes Aufladen

Als einer der ersten Hersteller hat Jungheinrich auf Lithium-Ionen-Technologie gesetzt. Die Hochleistungsenergiezellen punkten gegenüber herkömmlichen Blei-Säure-Batterien mit überragender Leistung in Form von anhaltender Performance, schnellen Ladezeiten und Wartungsfreiheit. Und die FTS wissen, wann es Zeit ist, Energie zu tanken: Die Fahrzeugsteuerung prüft laufend den aktuellen Batteriestand. Wird eine definierte Untergrenze erreicht, fährt das FTS automatisch nach Beendigung seines aktuellen Auftrags an die ihm zugewiesene Batterielade- oder Wechselstation.

FTS, Jungheinrich, für, Rika © Jungheinrich

Wird eine definierte Untergrenze des Batteriestandes erreicht, fährt das FTS automatisch an die ihm zugewiesene Batterielade- oder Wechselstation.

Bei der Automatikladung ist zudem kein manueller Eingriff notwendig. Nach Beendigung des Ladevorgangs sucht sich das FTS automatisch den nächsten Auftrag und arbeitet weiter.

Das branchenunabhängige Jungheinrich Warehouse Management System (WMS) verwaltet, steuert und optimiert das Lager ganzheitlich. Mittels Standard-Schnittstellen stellt es den Datenaustausch und die Kommunikation zu allen gängigen Host- und ERP-Systemen sicher.

Füt die Implementierung des FTS sorgen Spezialisten vor Ort. Zu ihren Aufgaben gehören die Montage von Reflektoren, die finale Festlegung der Fahrwege sowie die Überprüfung der Schnittstellen zur Lagerperipherie (Brandschutztor, Fördertechnik etc.) und die Schulung der Mitarbeiter im Betrieb.

Erste Indikatoren

Über den Einsatz von FTS sollte man jedenfalls nachdenken, wenn ...

… im Mehrschichtbetrieb gearbeitet wird.

… kontinuierliche Transportleistung erbracht wird.

… standardisierte Ladehilfsmittel ei Europaletten, Industriepaletten oder Gitterboxen zum Einsatz kommen.

… Hubhöhen bis maximal 6 Meter anfallen.

… häufig Transportschäden durch konventionelle Flurförderzeuge auftreten.

Einsatzbedingungen

FTS erfüllen ihre Aufgaben am besten …

… in geschlossenen, trockenen Hallen.

… bei einer Hallentemperatur zwischen 5° und 35° Celsius.

… bei Fahrwegbreiten ab 2 Meter (einspurig).

… auf Industrieböden.

… wenn sie permanent bewegt werden, es also keine ausgeprägten Spitzenzeiten gibt.