Seefracht

Schenker und Hapag-Lloyd wollen SO2-Emissionen reduzieren

Zusatzgebühr eines Kunden wird für die Schiffs-Betankung mit schwefelarmem Kraftstoff eingesetzt.

Seefracht DB Schenker Hapag-Lloyd Energie & Umwelt Andrea Dorothea Schoen

Vor allem in asiatischen und lateinamerikanischen Häfen sind Schwefeldioxid-Emissionen ein eminentes Umweltproblem.

DB Schenker und Hapag-Lloyd wollen gemeinsam mit einem Kosmetikhersteller die Schwefeldioxid-Belastung in Häfen reduzieren – ein Problem, das vor allem asiatische und lateinamerikanische Häfen betrifft. Im Rahmen einer gemeinsamen Seefracht-Initiative haben die Partner vereinbart, dass der Kunde seit Mitte des Jahres 2017 für jeden seiner in einem dieser Häfen verschifften Container eine freiwillige Zusatzgebühr bezahlt. Die Gebühr ist zweckgewidmet und wird ausschließlich für den Kauf schwefelarmen Kraftstoffs verwendet.

Die Initiative geht über die aktuellen regulatorischen Anforderungen hinaus. Während weltweit in einigen Regionen ein Schwefelgehalt von 0,1 Prozent am Liegeplatz nicht überschritten werden darf, verfügen viele Häfen nach wie vor über keine derartige Einschränkung. Das führt dazu, dass, während im Hafen Ladung gelöscht und aufgenommen wird, auch Treibstoff mit bis zu 3,5 Prozent Schwefelgehalt für den Schiffsbetrieb verwendet werden kann.

Für Andrea Dorothea Schoen, Leiterin des Schenker-Klimaschutzprogramms, stellt die Initiative „einen Meilenstein in unserer Umwelt-Zusammenarbeit dar – sowohl mit Spediteuren als auch mit Transporteuren. Und wir hoffen natürlich auf zahlreiche Nachahmer, die nicht auf gesetzliche Regulierungen warten.”