Dekarbonisierung

Seefracht-Branche will bis 2050 Co2-frei sein

Über 150 Unternehmen aus der Schifffahrtsbranche fordern in einer gemeinsamen Erklärung Regierungen weltweit dazu auf, politische Maßnahmen zur vollständigen Dekarbonisierung entschlossen umsetzen.

Seefracht Dekarbonisierung

Die 150 Unternehmen, die die Regierungen zur weltweiten Dekarbonisierung auffordern, bilden die  gesamte maritime Wertschöpfungskette ab: Schifffahrt, Fracht, Energie, Finanzen, Häfen und Infrastruktur. Regierungen sollen mit der Industrie zusammenarbeiten, um die politischen Maßnahmen und Investitionen zu realisieren, die erforderlich sind, um kritische Wendepunkte bei der Dekarbonisierung der globalen Lieferketten und der Weltwirtschaft zu erreichen, so die Forderung.

Forderungen der Schifffahrtsbranche

Die angesprochenen Staats- und Regierungschefs sollen 

  • sich zur Dekarbonisierung der internationalen Schifffahrt bis 2050 verpflichten und bei der Verabschiedung der IMO-THG-Strategie im Jahr 2023 einen klaren und gerechten Umsetzungsplan vorzulegen, um dies zu erreichen.
  • emissionsfreie Schifffahrtsprojekte in industriellem Maßstab durch nationale Maßnahmen unterstützen, z. B. durch die Festlegung klarer Dekarbonisierungsziele für die inländische Schifffahrt und durch die Schaffung von Anreizen und Unterstützung für Erstanbieter und den breiteren Einsatz von emissionsfreien Kraftstoffen und Schiffen.
  • politische Maßnahmen, die den emissionsfreien Schiffsverkehr bis 2030 zum Standard machen, einschließlich sinnvoller marktorientierter Maßnahmen, die bis 2025 greifen und den kommerziellen Einsatz von emissionsfreien Schiffen und Kraftstoffen im internationalen Schiffsverkehr, unterstützen 

George Youroukos, Executive Chairman von Global Ship Lease, erklärte dazu: "Wir haben hart daran gearbeitet, ESG-Prinzipien im Allgemeinen und die Dekarbonisierung im Besonderen in unserer Geschäftsstrategie und unserer DNA als Unternehmen zu verankern, was sich auch in unseren jährlichen ESG-Berichten widerspiegelt. Wir betrachten den Kohlenstoff-Fußabdruck von Schiffen über den gesamten Lebenszyklus hinweg und berücksichtigen dabei sowohl die Auswirkungen des Baus und des Recyclings als auch des Betriebs von Schiffen. Folglich halten wir es sowohl für ökologisch als auch für finanziell sinnvoll, die Lebensdauer bestehender Schiffe zu verlängern - und sie zu optimieren, um die Emissionen zu reduzieren - bis die nächste Generation nachhaltiger Kraftstoffe und Antriebstechnologien kommerziell verfügbar und wirtschaftlich tragfähig ist. Da jedoch 80 % des Welthandels auf dem Seeweg abgewickelt werden, ist es nicht nur für die direkt am maritimen Ökosystem Beteiligten entscheidend, sich für die Dekarbonisierung einzusetzen, sondern auch für die Regierungen der Welt, die Dringlichkeit und Komplexität der Dekarbonisierung der Schifffahrt anzuerkennen und einen einheitlichen Rahmen zu schaffen, der diesen Übergang ermöglicht und beschleunigt."