Coronavirus

So reagiert Amazon in Deutschland auf die Corona-Krise

Seit Covid-19 und den zunehmenden Einschränkungen im Alltag nutzen immer mehr Menschen den Online-Versand, um Waren zu erwerben. Auch in Deutschland muss Amazon nun reagieren.

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Amazon braucht in der Coronavirus-Krise mehrere hundert zusätzliche Mitarbeiter in Deutschland. Um der Nachfrage der Menschen gerecht zu werden, seien 350 zusätzliche Voll- und Teilzeitstellen in der Logistik geplant, bestätigte ein Amazon-Sprecher am Donnerstag.

Die 350 neuen Stellen würden bundesweit geschaffen und die Zahl lasse sich nicht auf einzelne Standorte runterbrechen. Zuvor hatte die "Mitteldeutsche Zeitung" über den Stellenaufbau berichtet.

In den USA hatte Amazon vor zehn Tagen die Schaffung von 100.000 Vollzeit- und Teilzeitstellen in Logistikzentren und dem Zusteller-Netzwerk angekündigt. Zudem wurde der Stundenlohn bis Ende April in den USA um 2 US-Dollar und in Euro-Ländern um 2 Euro angehoben. In Deutschland liegt er bei mindestens 11,10 Euro brutto. Für diese Lohnerhöhung veranschlagte Amazon damals 350 Millionen Dollar (323 Mio. Euro) weltweit.

Seit dieser Woche werden in Deutschland wichtige Waren des täglichen Bedarfs nicht nur im Wareneingang der Amazon-Logistikzentren, sondern auch beim Versand an die Kunden priorisiert, wie ein Sprecher der "Mitteldeutschen Zeitung" sagte. In Frankreich und Italien unterdessen nimmt Amazon gar keine Bestellungen mehr für einige Artikel an, die nicht für das tägliche Leben wichtig sind. Das hänge auch damit zusammen, dass die Mitarbeiter in den Verteilzentren mehr Abstand voneinander hielten, um die Ansteckungsgefahr zu verringern, hieß es am Wochenende. (APA/red)