Hafenumschlag

So will Antwerpen Schiffe rascher abfertigen

Der Hafen Antwerpen war zuletzt in Kritik geraten, weil es Verzögerungen beim Containerumschlag gab. Ein 5-Punkte-Plan soll das jetzt ändern.

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Im Hafen Antwerpen soll es künftig schneller gehen.

Am 6. Juli dieses Jahres organisierte die Port Authority des Hafen Antwerpen ein runden Tisch zum Thema Verzögerungen beim Containerumschlag. Die beteiligten Unternehmen - DPW, MPET, PSA, ICBO, ASV, Alfaport-Voka, MOW, Vlaamse Waterweg, VEA und OTM - unterzeichneten damals eine Absichtserklärung zu einer Verbesserung der Situation.

Jetzt wurde von den Geschäftsführern der beteiligten Unternehmen ein Aktionsplan verabschiedet, der fünf konkrete Punkte beinhaltet.

1. Vollständige Digitalisierung

Derzeit werden nicht alle Informationen an alle Teilnehmer der Supply-Chain weitergegeben. Deshalb soll eine hafenweite Datenaustausch-Plattform ins Leben gerufen werden, die allen Beteiligten direkten Zugriff auf Echtzeit-Informationen bietet. NxtPort wird in diesem Projekt die Führung übernehmen.

2. Engere Zusammenarbiet bei der Planung

Mit dem Barge Traffic System (BTS) gibt es bereits ein Tool für die Planung von Containerbe- und -entladung. Barge Operatoren können damit die Ankunftszeiten von Zubringerschiffen ankündigen, Zeitfenster anfordern und Informationen an der Terminal Operator übermitteln. Ein Update soll das die Binnenschifffahrts-Betreiber jetzt zur verstärkten Nutzung des BTS motivieren. Zusätzlich arbeitet die Port Authority an einer zentralen Binnenschiffahrtsplanung, die Zeitpläne für alle Container-Terminals im Hafen erstellt.

3. Bündelung von Volumina

Aktuell bringen Zubringerschiffe oft nur kleine Volumina zu den Terminals, wodurch deren Ressourcen nicht optimal genutzt werden. Deshalb sollen künftig Volumina gebündelt werden, sowohl innerhalb des Hafens wie auch außerhalb.

4. Ausreichende Anzahl an Hafenarbeitern

CEPA, die Organisation die für die Einstellung von Hafenarbeitern zuständig ist, hat bereits immer Sommer mit verstärkten Rekrutierungsmaßnahmen begonnen. Es soll außerdem zusätzliche Ausbildungen geben, damit die Arbeiter schneller zum Schiffsumschlag herangezogen werden können.

5. Zusätzliche Schiffsanlegeplätze

Als letzte Maßnahme sollen weitere Liegeplätze für Schiffe geschaffen werden.