Lo:Di – 11.02.2020

Start-up will mit Mehrzweck-Verpackung massiv CO2 einsparen – Bartels stellt auf Logimat gänzlich neuen Palettenwechsler vor – VW und Hermes testen In-Car-Delivery

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1.000 Mal verpackt

Das deutsch-französische Start-up Living Packets will mit seinen wiederverwendbaren Verpackungen die Verpackungsindustrie Unmengen an CO2 einsparen lassen. Das Produkt „The Box“, das es in zwei Größen gibt, könnte laut Herstellerangaben 100 Milliarden Kartons pro Jahr eliminieren, was das Fällen von 700 Millionen Bäumen verhindern würde. Es besteht aus recyceltem Material und soll beliebig oft weiter recycelbar sein. Würde die Box 1.000 Mal wiederverwendet, so die Rechnung, würden 90 Prozent der gängigen CO2-Emissionen in der Kartonherstellung eliminiert. Eine Kartonage vergleichbarer Größe stößt 260 Gramm CO2 in der Produktion aus. Dazu kommen noch Klebematerialien, Füllmaterial und Etiketten, die mit The Box ebenfalls eliminiert werden sollen, da das Produkt mit einem eigenen Verschluss und mit Code kommt.  

https://youtu.be/PfsjECum6l0

Wechselbalg 

Karl H. Bartels, deutsches Unternehmen für Lagereinrichtungen und Transportgeräte, wirf auf der Logimat einen neuen Palettenwechsler vorstellen – der PalletX, hergestellt vom kanadischen Unternehmen QTEK Design, beklemmt die Ware in der Palette waagrecht, damit die darunter liegende Palette leicht herausgezogen werden kann. Das System ist für 80 Mal Wechseln die Stunde ausgelegt, was schneller sein soll als bei bisherigen Methoden. Dazu kommt der gesteigerte Sicherheitsaspekt, weil Waren weniger leicht kaputt gehen. Für das Herausziehen der Palette wird ein elektrischer Hubwagen eingesetzt, das reduziert manuelle Arbeit. Bartels wird auf der Logimat auch Fächer zeigen, mit denen jedes gängige Palettenregal in ein Palettenschubfachregal umgewandelt werden kann. Da die Fächer komplett herausgezogen werden können, wird auf schweres Anheben per Hubwagen oder dergleichen verzichtet. 

White Paper zum Thema

Das Packerl im Auto

Volkswagen und Hermes sind jetzt Partner. Zusammen testen sie die Zustellung im Kofferraum aus. Das Konzept ist bereits von anderen Pilotprojekten bekannt, wonach der Zusteller Zugang zum Kofferraum des Autos des Endkunden bekommt und hier das Paket ablegt. Es soll allerdings das erste Mal, dass die Idee im UK ausgeführt wird, genauer gesagt in Milton Keynes. Endkunden – diese müssen natürlich VW-Besitzer sein – bekommen eine Benachrichtigung, wenn ihr Paket im Hermes-Verteillager eingelangt ist und können sich dann für eine Zustellung ins Auto entscheiden. Der Bote erhält einen einmaligen und zeit-spezifischen Zugang und wird mittels GPS zum Auto geführt. Er muss außerdem mit Fotos belegen, dass die Zustellung erfolgt und das Auto wieder versperrt ist. Nach dem Testlauf und seiner Auswertung ist eine graduelle Ausbreitung auf das ganze UK geplant. 

https://youtu.be/QIbM68ORRT8

Mehr Lesestoff gibt's hier: Würth setzt auf Automatisierungs-Lösung von Knapp

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