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Startup-Wunder Tel Aviv – man muss es selbst gesehen haben

Das Silicon Wadi, die innovativsten unter den Innovativen. Das kleine Israel wirkt mit seiner weltweit einzigartigen Startup-Szene ganz schön groß. Was macht es so besonders, wie gut läuft 2018 und was ist noch alles zu erwarten?

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Tel Aviv ist ein Schwergewicht. Ein Schwergewicht in Sachen neuer Technologie. Als solches wurde die Stadt jüngst von CB Insight, einem vielzitierten New Yorker Trendforschung-Unternehmen, klassifiziert. CB Insight verglich 25 Städte, die als sogenannte Tech Hubs gelten. Das Silicon Valley ist natürlich noch absoluter Spitzenreiter – doch dicht dahinter? Das Silicon Wadi, die israelische Küstenregion mit seiner immens hohen Konzentration an Hightech-Unternehmen, die dem kleinen Land den großen Namen Startup-Nation einbringen. In diesem Areal hebt sich ganz deutlich Tel Aviv ab und verdient sich neben Städten wie London und Los Angeles seinen Schwergewichtstitel – weit vor technologisch ebenfalls schnell wachsenden Städten wie Austin, Peking, Shanghai, Tokio oder Toronto.

Wachstum

Und Wachstum ist es auch, was Tel Aviv in die Klasse Schwergewicht gebracht hat. Denn 14 Prozent der zwischen 2012 und dem ersten Quartal dieses Jahres stattfindenden Exits von Start-ups aus Tel Aviv, wurden mit über 100 Millionen Dollar beziffert. Und es ist die Größe eines Exits, nicht ihre Anzahl, die ein gesundes Ökosystem anzeigt, findet auch CB Insight. 

Einfluss

Tel Aviv ist international. Das ist auch an der extrem hohen Zahl ausländischer Investoren zu erkennen, wurden doch ganze 71 Prozent der Finanzierungsrunden für israelische Start-ups in den letzten fünf Jahren auch von Geldgebern aus anderen Ländern unterstützt. Zum Vergleich: Im Silicon Valley waren es 24 Prozent. In kein Land unter den Schwergewichten wurde in der jüngeren Vergangenheit so viel aus dem Ausland investiert wie hier. 

Einzigartigkeit 

In der israelischen Startup-Szene zeigt sich, wie gesundes, stabiles Wachstum wirklich aussieht. Im ersten Quartal 2018 wurden in 181 Deals bereits 1,52 Milliarden Dollar aufgestellt – ein Plus von fast einer halben Milliarde gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Und das Jahr hat noch viel zu bieten.