Studie

Viele Betriebe haben keinen Kostenüberblick über ihre Lieferkette

Die Kosten der eigenen Supply Chain gut zu kennen ist der Schlüssel zu Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz. Doch viele Großunternehmen scheitern an der Aufgabe.

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Unternehmen, selbst große, haben nur einen vagen Überblick über ihre Supply Chain-Kosten. Das bestätigt eine Studie der Münchner Prozess- und Organisationsberatungsgesellschaft Emporias. 

Kein Überblick

Jedoch geben zwei von drei der 104 befragten Manager aus Mittel- und Großbetrieben diverser Branchen an, die Kosten aus den Augen verloren zu haben. Die Betriebe sind sich des Problems bewusst, sehen sie doch auch hier das größte Verbesserungspotential. Dementsprechend empfinden auch nur 39 Prozent der Manager die Effizienz ihrer Lieferkette als zufriedenstellend. Die größten Unsicherheiten beim Kostenüberblick liegen laut Umfrage in den Bereichen Intralogistik, sowie Planung und Steuerung der Lieferkette.

Überraschende Missstände

Solche Missstände muten angesichts der von Software-Instrumenten durchwobenen Prozesse in Unternehmen eher überraschend an. Gesamtkostenerfassungen sollten dank des Fortschritts der Digitalisierung auch für Großunternehmen mit Jahresumsätzen von 500 Millionen Euro und mehr theoretisch kein Problem mehr sein, urteilt Emporias – zudem sei ein guter Kostenüberblick für das Bestehen auf dem Weltmarkt dringend nötig. Der Schlüssel liege hier in der abteilungsübergreifenden Kostenmessung - und genau daran hapert es zuweilen in den Unternehmen.