Umfrage

Wie sieht die Zukunft der Verpackung aus?

Infolge des wachsenden E-Commerce dürfte sich auch beim Thema Verpackung demnächst einiges tun. DHL wollte es genauer wissen.

KEP DHL Verpackung E-Commerce

Für neun von zehn Unternehmen wird das Thema Verpackung in den kommenden drei bis fünf Jahren eine wichtige Rolle spielen.

Wie wird sich der Höhenflug des E-Commerce auf die Verpackung auswirken? DHL hat Kunden und Partner befragt und daraus den Report „Rethinking Packaging“ destilliert. Einige der Ergebnisse:

Für neun von zehn Unternehmen wird das Thema Verpackung in den kommenden drei bis fünf Jahren jedenfalls eine wichtige Rolle spielen. Schnelle Lieferungen und die immer beliebteren Abo-Dienste führen dazu, dass viele Sendungen nur einen Artikel enthalten, was mehr CO2-Emissionen und Verpackungsmüll zur Folge hat. Die größere Bandbreite an Produkten aus dem Online-Handel stellt die Transportunternehmen und die Verpackungsindustrie vor neue Herausforderungen.

Die Nachfrage nach einem nachhaltigeren Versand treibt laut den Studienautoren die Anstrengungen zur Müllreduzierung voran und unterstützt die Entwicklung umweltfreundlicher Materialien sowie die Umsetzung von geeigneten Verwertungssystemen.

White Paper zum Thema

Die Logistik-Branche wird in Hinblick auf neue Verpackungskonzepte eine entscheidende Rolle bei der Minimierung von Kosten, Reibungspunkten und den Folgen für die Umwelt spielen. Sie muss neue Technologien, Materialien und Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette anwenden:

Optimierung

Pakete, die nicht vollständig gefüllt sind, sind einer der Hauptgründe für Schäden an Produkten. Sie erhöhen die Kosten und wirken sich negativ auf die Nachhaltigkeit aus. Deshalb verwenden Unternehmen mittlerweile Softwarelösungen, die das bestmögliche Verhältnis zwischen dem zu versendenden Gegenstand, der Kartonverpackung und den Paletten exakt berechnen und diese Information direkt an den Kommissionierer weiterleiten.

Automatisierung

Automatisierte Entladeprozesse, Endverpackungsanlagen, Etikettiersysteme, und kollaborative Roboter zur Entlastung saisonaler Personal- und Verpackungsengpässe werden Unternehmen dabei unterstützen, dem wachsenden Online-Markt mit einer alternden Arbeitnehmerschaft unter die Arme zu greifen.

Nachhaltiges Material

In der DHL-Kundenumfrage gab die Mehrheit der Befragten an, dass die Einführung von nachhaltigem Verpackungsmaterial in der nahen Zukunft weit oben auf der Liste der Prioritäten hinsichtlich Verpackungen steht. Während die Erforschung von grünen Alternativen zu Plastikfolien und Einwegplastikverpackungen sowie zu nachhaltigen Lebensmittelverpackungen voranschreitet, stellt der Abgleich von Kosten und Kundenkomfort für Einzelhändler eine neue Herausforderung dar.

Mehrwegverpackungen und Rückwärtslogistik

Die Einführung von Mehrwegverpackungen und Kreislauf-Recyclingprogrammen zur Reduzierung von Müll hat zuletzt stark Fahrt aufgenommen, jedoch sind noch einige Herausforderungen zu meistern. Branchen, die ein wirtschaftlich tragfähiges Mehrweg-Verpackungssystems aufbauen wollen, müssen überlegen, wie groß ihr Vorrat an Verpackungsmaterial sein sollte, und Reinigungssysteme sowie die Inspektion und Wartung von Transportbehältern planen. Zudem müssen Kosten, Geschwindigkeit und Benutzerfreundlichkeit von Prozessen in der Rückwärtslogistik berücksichtigt werden.

Smart Packaging

Smart-Packaging-Technologien wie Smart Labels oder Tags und Produktschutzmaßnahmen auf der letzten Meile stärken mittels Echtzeit-Updates über Zustand und Standort des Pakets die Verbindung zwischen dem Kunden, der Lieferkette und dem Paket.

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