Straßenbau

Wird der Lobautunnel entlasten oder belasten?

Eine Umweltorganisation zweifelt die von der Asfinag dargelegten Zahlen an und geht zum Höchstgericht. Kommt noch der Baubeginn 2019?

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Asfinag Lobautunnel Wien Straßenbau

Die Asfinag sagt bekanntlich, der Lobautunnel würde zu Verkehrsentlastung führen. Die Umweltorganisation Virus sagt genau das Gegenteil. Das Projekt S1, das mit dem Tunnel den Regionenring um Wien vervollständigen soll, würde vielmehr zu einer Verkehrssteigerung führen, so Virus-Sprecher Wolfgang Rehm. „Von Entlastung kann daher keine Rede sein.“ 

Die Asfinag argumentiert ihre Prognosen wiederum mit einer Entlastung der A23 Südosttangente und A4 Ost-Autobahn zwischen Wien und dem Knoten Schwechat, sowie des 22. Bezirks. Diese Strecken sind derzeit hoch frequentiert. Der Verkehr würde also mit der neuen S1 um Wien herum, anstatt wie bisher mittendurch, geführt. 

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Für die Breitenleer Straße im 22. Bezirk etwa prognostiziert die Asfinag für das Jahr 2015 ein Verkehrsaufkommen von 12.900 Kraftfahrzeugen pro Tag – ohne die neue S1 würden es laut der Autobahnen- und Schnellstraßengesellschaft allerdings 21.600 täglich werden. Die Umweltorganisation Virus hingegen hält letztere Zahl, sowie andere ähnliche Zahlenvergleich der Asfinag, für unrealistisch. 

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Für ebenso unrealistisch hält Virus-Sprecher Rehm den angesetzten Baubeginn 2019 – denn die Umweltorganisation geht mit seinen Bedenken zum Höchstgericht.