Award

BMW Group gewinnt den Deutschen Logistik-Preis 2019

BMW wird für ein ganzes Bündel an Maßnahmen ausgezeichnet, die Logistik, Produktion und IT beispielhaft miteinander verschränken.

BVL BMW Deutscher Logistik-Preis Preisverleihung DLK19 Automotive

Zum ersten Mal in der langjährigen Geschichte des Awards gab es eine einstimmige Jury-Entscheidung, erzählt BVL-Geschäftsführer Thomas Wimmer. Der Deutsche Logistik-Preis 2019 geht an die BMW Group für ihr Projekt „Logistics Next“.

Bei dem seit 2016 laufenden Projekt geht es im Kern darum, möglichst rasch auf die sich permanent verändernden Bedingungen in der Produktion reagieren zu können. BMW greift hierzu auf das volle Programm zurück: Künstliche Intelligenz, Industrie-4.0-Konzepte, autonome Transportfahrzeuge, alternative Antriebe, Robotik, Datenbrillen – und intensive Einbindung von Fach- und Führungskräften in die Optimierung betrieblicher Abläufe.

Kooperation statt Wettbewerb der Standorte

An den Standorten Dingolfing, Leipzig, Regensburg und München wird parallel an den unterschiedlichen Technologien gearbeitet. Und die Systempartner lassen einander an den Erkenntnissen teilhaben. Genau das hebt Thomas Wimmer hervor: Der übliche Wettbewerb zwischen den Standorten – inklusive einer gewissen Verschwiegenheit – sei bei diesem Projekt erfolgreich durchbrochen worden.

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Maßnahmen-Bündel

So ist im Leipziger Werk ein autonomer Outdoor-Transportroboter unterwegs, der Lkw-Auflieger vom Stellplatz zur Be- und Entladestation transportiert.

In Dingolfing übernimmt die „Autobox“ autonom den Transport von Lasten bis zu 25 Tonnen innerhalb des Werks und nutzt dazu ein Leitlinien-freies Navigationssystem.

Gemeinsam mit externen Partnern und Universitäten entwickelt die BMW Group zudem autonome Roboter, die manuelle Handlungsschritte unterstützen werden.

Schon im Serienbetrieb ist in Leipzig der „ShortBot“: Er erkennt Kleinladungsträger mittels 3D-Kamera und KI, findet den optimalen Greifpunkt und stapelt die Behälter mit Hilfe eines Saugstaplers auf der Palette. Weitere Roboter für komplexe Einsätze befinden sich in Planung oder bereits im Testbetrieb.

„Erfrischender Teamgeist“

Die Jury hob in ihrer Begründung „die Langfristigkeit der Zielsetzungen und Planungen, die Konsequenz in der Umsetzung und die Begeisterung der Projektbeteiligten“ sowie deren „erfrischenden Teamgeist“ hervor. Ebenso „die standortübergreifende Zusammenarbeit zwischen Produktion, Logistik und IT. Das alles hat uns überzeugt“, sagt der Jury-Vorsitzende, VDA-Präsident Matthias Wissmann.

Die BMW Group hat sich in der zweiten Abstimmungs-Runde gegen starke Gegner durchgesetzt: Nominiert waren auch die Airbus Operations GmbH und die Loxxess AG.

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