Das ließ den Wunsch nach einem hauptzeitparallelen Transport reifen, um die Produktivität zu steigern. Angesichts der großen Entfernung kam keine fix installierte Förderanlage in Frage. Der Transport der gefüllten Magazine musste auf den vorhandenen Gängen erfolgen. Der Leiterplattenhersteller stellte fest, dass es in einem ausländischen Schwesterunternehmen bereits positive Erfahrungen mit einem Fahrerlosen Transportsystem des österreichischen Herstellers DS Automotion gab.
Als man neben anderen Herstellern von Intralogistik-Lösungen auch die Linzer FTS-Spezialisten einlud, für die spezifische Aufgabenstellung eine passende Lösung anzubieten, war das Problem des Stockwerkswechsels noch ungeklärt. Die einzige Möglichkeit ist ein Aufzug, der ebenso wie die Gänge auch von Personen zu Fuß und von bemannten Staplern benutzt wird.
„Zu dieser Zeit hatten wir mit Sally gerade die neue Kompaktklasse frei navigierender fahrerloser Transportfahrzeuge für kleinere Lasten bis 100 kg vorgestellt“, erzählt Eva Hertel, Produktmanagerin bei DS Automotion. „Sie wurde als flexibles Bindeglied zwischen unterschiedlichen Maschinen und Arbeitsstationen geschaffen, um der Gesamtanlage die Tauglichkeit für die Herausforderungen von Industrie 4.0 zu verleihen.“
Die Größe von Sally passt zu den Anforderungen an den Materialtransport und gestattet die Verwendung in den Korridoren, auch im Gegenverkehr und gemeinsam mit Menschen und bemannten Fahrzeugen. Ihre von anderen Systemen des Herstellers übernommene ausgereifte Sicherheitstechnik verhindert Kollisionen und sorgt für ein sicheres Anhalten vor Hindernissen.
Für Sally sprach zusätzlich, dass sie anhand der Gebäudekonturen per SLAM-Technologie navigiert, sodass entlang des sehr langen Weges keine zusätzlichen Einbauten erforderlich sind. Zudem können FTS von DS Automotion im Standard Rolltore öffnen oder einen Aufzug anfordern.