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23 Prozent mehr Erlöse bei Fedex

Der Kurierdienst profitiert von der Coronakrise und dem resultierenden Bestellboom. Ein Quartal brachte beim Nettogewinn sogar ein Plus von 180 Prozent.

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Fedex ist Profiteur des Onlinebooms.

Lange unter dem vollen Namen „Federal Express“ bekannt, ist Fedex einer der größten Kurierdienste der Welt und überhaupt der erste internationale Kurierdienst. Dank des Bestellbooms in der Pandemie hat der Post-Konkurrent im jüngsten Geschäftsquartal gut verdient. In den drei Monaten bis Ende November schoss der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über 180 Prozent hoch auf 892 Millionen Dollar (749 Millionen Euro), wie Fedex am Donnerstag nach US-Börsenschluss in Memphis mitteilte.

Die Erlöse steigerte der Konkurrent von UPS und Deutscher Post DHL um 23 Prozent auf 21,5 Milliarden Dollar, obwohl das extreme Winterwetter das Geschäft in Teilen des US-Heimatmarktes deutlich belastete. Die Quartalszahlen übertrafen die Erwartungen der Analysten klar, was die Aktie nachbörslich kräftig anschob. In den vergangenen zwölf Monaten hat der Kurs um 165 Prozent zugelegt.

SenseAware ID bei Impfstoff-Verteilung

Fedex ist aktuell auch intensiv in den Verteilprozess von Impfstoffen involviert. Um das Nachverfolgen von Sendungen zu vereinfachen, bringt Fedex an jede Impfstoffsendung eine SenseAware ID an. Diese kleinen, mit einem Strichcode versehenen Sensoren übertragen alle zwei Sekunden Standortdaten via Bluetooth an WiFi-Zugangspunkte oder Gateway-Geräte im gesamten Fedex-Netzwerk.

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Wenn ein Fahrer den Strichcode mit seinem Handscanner erfasst, wird ein Versandcode erstellt, der Fedex dabei unterstützt, das Paket zu verfolgen und vorherzusagen, ob es den Serviceanforderungen genügen kann. Mit SenseAware-ID-Sensoren ausgestattete Pakete werden auf ihrer Route mehrere hundert Mal getrackt. Mit traditionellen Paket-Scannern geschieht das nur einige wenige Male.

Die großen Datenmengen, die mithilfe der SenseAware ID generiert werden, fließen in die Analytics-Plattform Fedex Surround ein, die gemeinsam mit Microsoft entwickelt wurde und in der Azure-Cloud vorgehalten wird. Diese Analytics-Umgebung stellt sowohl historische Daten von Fedex-Routen und -Postleitzahlen als auch externe Informationen wie Wetterdaten oder Kartenmaterial bereit.