Studie

Digitalisierungspotenzial zumeist nicht ausgeschöpft

4.0-Technologien halten Einzug in die Transportlogistik. Gemessen am verkehrspolitischen Potenzial und den wirtschaftlichen Vorteilen besteht bei einigen Unternehmen allerdings noch viel Luft nach oben. Das ergab eine Studie der RWTH Aachen in Zusammenarbeit mit Transporeon.

Transporeon RWTH Aachen University Studie Transportlogistik

Die Grafik zeigt, wie die befragten Unternehmen nach verschiedenen Branchen geclustert in den acht Handlungsfeldern einer Transportlogistik 4.0 abschneiden.

Unter dem Begriff „Transportlogistik 4.0“ haben die Forscher des Cybernetics Lab IMA/ZLW & IfU der RWTH Aachen University verschiedene marktreife Technologien sowie in der Entwicklung befindliche technologische Trends zusammenfassend analysiert und Unternehmen verschiedener Branchen und Größe zu ihrer aktuellen Praxis befragt. Eine Erkenntnis der Erhebung: Derzeit nutzen die befragten Unternehmen im Schnitt erst 37,5 % des gesamten Digitalisierungspotenzials.

Je größer, desto digitaler

Beispiele aus der Praxis sind der Einsatz moderner Kommunikationsmedien wie Apps, die digitale Erfassung aller wichtigen Transportdaten oder die onlinebasierte Bearbeitung der Transportdokumente. Trotz möglicher Arbeitszeitersparnisse und -erleichterungen wickeln, das ergibt die Studie, erst 12 % aller Unternehmen ihre transportrelevanten Dokumente vollständig digital ab. Vorreiter sind der Handel, die Consumer- und Automobilbranche sowie der Maschinenbau. Hier werden diese Dokumente von bis zu 80 % der befragten Unternehmen bereits ganz, überwiegend oder immerhin schon zum Teil online abgewickelt. Je größer ein Unternehmen ist, desto weiter ist es auf dem Weg der Digitalisierung bereits vorangeschritten.