Transportbarometer

Europa erlebte 2019 deutlichen Fracht-Rückgang

Im Vergleich zum Vorjahr kam es 2019 zu einem Rückgang der Frachtangebote über Ländergrenzen hinweg um 8,3 Prozent. Auch der Brexit macht sich im Transportbarometer bemerkbar.

Vor einem Jahr stand unter dem Strich noch ein Plus um 5 Prozent – nun ein Minus um 8,3 Prozent: 2019 gingen die internationalen europäischen Frachtangebote deutlich zurück. Zu diesen Ergebnissen kommt der Jahresrückblick des Timocom-Transportbarometers

Besonders stark ist der Trend in Deutschland, hier ging die Zahl der Frachten ab Deutschland über Ländergrenzen hinweg im Jahresvergleich um 12 Prozent zurück. „Auf Deutschland als starke Exportnation wirkt sich die konjunkturelle Abkühlung stärker aus“, sagt Timocom-Sprecher Gunnar Gburek. „Ob sich der Negativtrend in diesem Jahr weiter fortsetzt, bleibt abzuwarten – unwahrscheinlich ist das nicht.“

Ausreißer Italien, Brexit zeigt Wirkung

Ein Ausreißer nach oben ist Italien: Hier gab es einen Anstieg der Frachten um 16 Prozent. „Es ist aus unserer Sicht sehr realistisch, dass handelspolitische Faktoren den Export von Produkten aus Italien angetrieben haben. Dazu zählen etwa der Brexit oder die Einfuhrzölle der USA auf chinesische Produkte“, sagt Timocom-Business-Analyst Tilman Fecke.

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A propos Brexit: Der Austritt der Briten aus der EU hat auch im Transportbarometer Spuren hinterlassen. So steigerten die 44 im Transportbarometer erfassten europäischen Länder ihre Frachtangebote nach UK von Quartal 3 auf Quartal 4 2019 um 15 Prozent. Die Anzahl der Frachtangebote von Österreich nach UK ist im gleichen Zeitraum immerhin um 9 Prozent gestiegen.

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