Bahntransport

Hafen Wien und Helrom bringen Trailer auf die Schiene

Barbara Nidetzky Fotografin Containerhafen Wien Lucca Lucian Show Wien Cont Wien Holding Wiencont Zugverladung
© Barbara Nidetzky

Bislang lassen sich mehr als 90 Prozent der Trailer in Europa aufgrund technischer Barrieren nicht von der Straße auf die Schiene bringen. Noch immer legen die meisten Trailer Distanzen deshalb einzig auf der Straße zurück.

Nun hat Helrom eine Technologie entwickelt, mit der nicht kranbare Trailer ohne Umschlagsgeräte verladen werden können. Mit Hilfe von im Waggon integrierter Schwenktechnologie können die Trailer direkt vom Waggon auf die bereitstehende LKW-Zugmaschine umgeschlagen werden.

Hierfür sind weder Krananlagen noch große Terminals notwendig, es können einfache Gleise in einem Hafen oder Terminal, ohne Kran, benutzt werden. Das macht den Intermodalverkehr großflächig umsetzbar. Mittlerweile verkehren wöchentlich drei Rundläufe zwischen Deutschland und Österreich mit vorwiegend nicht kranbaren Trailern.

„Wir sind bereits seit August 2020 im Probebetrieb, konnten seither rund 3.500 Trailer in Wien Freudenau umladen und mehr als 1.000 Tonnen CO2 durch den Transport auf der Schiene einsparen“, erläutert Doris Pulker-Rohrhofer, technische Geschäftsführerin des Hafen Wien.

Nach dem einjährigen Probe-Betrieb, in dessen Verlauf der Umschlag-Prozess feinjustiert wurde, startete nun offiziell der reguläre Betrieb. Für die kommenden Monate ist eine Ausweitung der Verkehre geplant, um den hohen Nachfragen zu entsprechen und die Verkehrswende weiter aktiv zu unterstützen. „Die Partnerschaft von Helrom und Hafen Wien soll daher weiter intensiviert werden“, führt Roman Noack, CEO von Helrom, aus.